Hell, it’s about time

Videospieler dieses Planeten, legt eure Controller nieder und freut euch ein kleines Loch in den Po:

  • Das Frühjahrs-Update für die Wii ist endlich da, löst endlich den Ärger mit dem geringen Speicher und lässt deine Spiele direkt von der SD-Karte starten. Zwar nicht ganz perfekt, aber besser als das doofe Dateien-Herumgeschiebe.
    Hallejulah! Na endlich.
  • Ein neuer Trailer für das wunderbare Fez, dieser bezaubernde Mix aus Cave Story, Super Paper Mario und Crush von Polytron, die Kokoromi mit der Entwicklung ablösten. Hach. Hach. Haaaaaach!
  • Ein neues Zelda für den DS. Nett. Wenn’s doch nur für die Wii wäre…
  • OnLive könnte die Spielewelt revolutionieren und das Hardware-Rüsten am PC und die Konsolen von Nintendo, Microsoft und Sony dank Cloud Computing überflüssig machen – wenn, ja, wenn es wirklich klappt. Ich bleibe skeptisch.

Danke für eure Aufmerksamkeit.

<3

Absolut ohne Worte. Ausnahmsweise.
Gnihihihi!

Nintendo macht unsere Kinder zu Selbstmordattentätern!

Baby, it's a wild world!

Dass Videospiele Kinder zu Massenmördern abrichten, gehört ja mittlerweile zur Allgemeinbildung. Der amerikanische Fernsehkanal „News 10″ liefert einen neuen Grund, sich vor diesem technischen Teufelswerk zu fürchten: Angeblich enthalten harmlose Babyschrubbspiele islamistische Propaganda! Doch seht selbst:

Islam is the light!

The Big Luigi

Es folgt wieder einmal unglaublich grauenvolle Fan-Fiction, die eine Quasi-Fortsetzung dieser, dieser und dieser Geschichte ist. Bitte schenken Sie diesen Text keine Beachtung, danke.

Von oben bis unten in Grün gekleidet, um seinen Hals mehr Goldketten als Mr. T seinerzeit trug und an jeder Hand ein wuchtiger Goldring – so sah Luigi heute aus. Er war eine beeindruckende Gestalt für jeden, der ihn erblickte. Für jeden außer Mario. Er sah in seinem jüngerem Brüder einen Verräter. Jemand, der seine Rolle eingenommen hatte und sie bis zur Parodie umgestaltete. In seinen neuesten Videospielen gab „The Big Luigi“ (wie er sich heute nannte) den coolen urbanen Actionhelden. Anstatt seinen Gegner auf den Kopf zu springen, wie es einst Mario Generationen an Videospielhelden vormachte, pustete Luigi seine Gegner mit einer überdimensionierten Schrotflinte in an aktuelle Kriege angelehnte Szenarien vom Bildschirm. Nebenbei verdiente sich Luigi auch noch als Gangster-Rapper und glorifizierte in seinen Songs Gewalt und Drogen. Nintendo war definitiv nicht mehr die Firma, wie Mario sie einst kannte. Doch was niemand wußte: Luigi war in Wirklichkeit immer noch der Angsthase der Familie.  So wich Luigi zitternd vor Bowser fort, als er das Wohnzimmer betrat und die große Echse ihn hinterher stampfte. Er versuchte sich zu beruhigen und möglichst unverkrampft zu lächeln. „Hey Peach! Hey Bowser! Hey Mario! Wie geht es euch? Schön euch zu sehen!“ „Was machst du denn hier?“, grummelte Mario ihn an.  „Kong erzählte mir von euerem Gespräch. Er hat sich Sorgen gemacht und mich gebeten, nach dir zu schauen. Öhm, bist du wirklich mit deinem Wohnmobil den ganzen Weg hierher gefahren?“ „Ja.“ „Oh, ich bin überrascht, dass die Kiste überhaupt noch einen Meter schafft.“ „Im Gegensatz zu dir kann ich mir nicht jeden Monat einen neuen Sportwagen leisten, Luigi.“, konterte der alte Klempner  „Öhm ja, das stimmt, aber ich habe dir oft genug meine Hilfe angeboten.“ Mario verschränkte seine Arme. „Ich nehme keine Almosen an. Erst recht nicht von dir.“ Peach meldete sich zu Wort. „Moment, Mario, verstehe ich das richtig? Luigi möchte dir helfen, aber du lehnst es ab?“ „Ja.“ Peach war schockiert. „Aber wieso?“ Mario blickte wieder in die Ferne und antwortete nicht.  „Ist es der Neid auf deinen Bruder?“ Luigi seufzte. „Peach, es ist mehr als das.“  „Aha?“ „Im Grunde genommen ist Mario nicht sauer auf mich, sondern auf seine alte Firma. Sie  hatte uns beide damals in Knebelverträge gepackt, eigentlich bin ich selber noch heute an meinen Vertrag gefesselt. Mario schaffte es als Einziger in der Geschichte der Firma seinen Vertrag von sich aus zu kündigen.“
Mario nickte. „Ihr seid erstaunt, was man mit den richtigen Anwälten, gezielt gestreuten Gerüchten und einigen heiklen Fotos alles erreichen kann.“
„In Verbindung mit Photoshop?“, fragte Peach.
„Kein Kommentar.“
Peach hob abermals die Augenbraue.
„Ich wollte Luigi damals auch mitrausboxen, aber er hatte zu sehr Angst, den Job zu verlieren.“
Der grüngekleidete Italiener wurde wütend. „Nein, das stimmt nicht! Du weißt ganz genau, was diese Firma für eine Macht hat! Nintendo ist ein Geschwür unserer Gesellschaft. Wenn du diese Firma verlässt, sorgt sie dafür, dass du nirgendwo anders mehr einen anständigen Job bekommst. Schau doch nur, was aus dir geworden ist! Du hockst den ganzen Tag in deiner Bude, schaust fern und ertrinkst dich im Alkohol. Nennst du das ein Leben?“
„Wenigstens habe ich noch meine Freiheit.“
Nachdenkliches Schweigen folgte.

Mario erhob sich. „Nun, meine guten Freunde, nichts desto trotz, es wird Zeit für mich zu gehen.“
„Wohin willst du?“, fragte Luigi.
„Nach Hause, kleiner Bruder. Es war ein wahrlich anstrengender Tag und ich würde mich jetzt gerne ausruhen.“
Der Bruder nickte verstehend. „Kann ich dich fahren?“
Der alte Klempner überlegte kurz und dachte an die aufgerissenen Sitze, das kaputte Radio und den stinkenden Motor seines Wohnmobils. „Ich würde gerne alleine fahren; danke für das Angebot.“
Peach und Bowser begleiten die beiden Brüder zur Haustür. Mario wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg, drückte Luigi an sich, verabschiedete sich von allen und stieg in seine alte Rostlaube von Auto. Im Fernsehen würde gleich ein wichtiges Bowlingspiel beginnen und das wollte er nicht verpassen.

Super Mario Tea Party

Es folgt unglaublich grauenvolle Fan-Fiction, die eine Quasi-Fortsetzung dieser und dieser Geschichte ist. Bitte schenken Sie diesen Text keine Beachtung, danke.

Der Tee kräuselte sich in der Tasse, als Mario ein weiteres Zuckerstück in den ungenießbaren Trank tat. Auf der anderen Seite des Tisches saßen Peach und Bowser und beobachten ihn. Peinliche Stille herrschte in den kleinen, jedoch gemütlich eingerichteten Wohnzimmer und Mario fühlte sich keinen Deut glücklicher als zuvor. Peach sah wie immer bezaubernd aus, das Alter hat es nicht geschafft ihr die Schönheit zu nehmen und auch Bowser war selbst mit seinen mittlerweile eingefallenen Wangen und den mit Falten verzierten Gesicht immer noch eine beeindruckende Gestalt. Die Tasse in seiner riesigen Pranke wirkte winzig und jeden Moment erwartete Mario, dass Bowser versehentlich mit seinen gehörnten Kopf ein Loch in die Decke reissen könnte.

Was hatte der alte Klempner sich eigentlich gedacht? Das er einfach in sein verrostetes Wohnmobil steigen, den langen Weg zu Bowser und Peach fahren, seine Schrotflinte nehmen, die Tür eintreten und den beiden den Kopf wegblasen würde? Mario fühlte sich wie ein Narr und sein Herz sackte noch einige Zentimeter weiter nach unten. Ja, er fuhr in seinen Wohnmobil hierher und ja, seine Schrotflinte lag noch auf dem Beifahrersitz des Wagens, doch als er das idyllische Heim der Beiden bei seiner Ankunft sah, verflog jeglicher Zorn und er konnte nur noch verlegen und unbewaffnet an der Haustür klingeln.

Nun saßen sie hier, schwiegen sich gegenseitig an und suchten nach geeigneten Worten um die Stille zu beenden. Schließlich räusperte Mario sich. „Nun, ähm, wie geht es euch beiden so?“
Peach hob ihre Augenbrauen einige Millimeter weiter nach oben. „Wie du siehst geht es uns prächtig. Wie geht es dir denn Mario?“, sagte sie mit Blick auf Marios stinkende und verschmierte Latzhose.
Der Klempner dachte kurz an seinen übermäßigen Bierkonsum, seine vergammelte Wohnung und die Alpträume, die ihn jede Nacht quälten. „Och, eigentlich geht es mir gut.“, sagte er.
„Das sieht man.“, erwiderte Peach kalt. Die Raumtemperatur sank spontan um einige Minusgrade.
Bowser, der bislang verlegen die Tasse in seiner Hand drehte,  meldete sich zum ersten Mal zu Wort. „Öhm, wie geht es eigentlich Luigi?“
Mario schnaubte vor Wut bei der Erwähnung seines jüngeren Bruders. Luigi-Superstar. Luigi-Superarsch. Luigi-Superwichser. Luigi-Ich-krieg-jetzt-alle-Frauen-ab-und-nun-verschimmelt-Mario-in-seinen-Dreckloch.  „Ihm geht es momentan fantastisch.“, antwortete er.
„Oh, das ist schön zu hören. Ähm, kriegt er nicht demnächst seine eigene Fernsehshow?“
Statt einer Antwort, schnaubte der Klempner noch mehr vor Wut. Bowser biss sich auf die Lippe (Was bei seiner Statur eine beeindruckende Geste war) und starrte wieder schweigend in seine Tasse.

„Mario?“
Der Klempner blickte zu Peach.
„Da du schon hier bist, möchte ich gerne mit dir über etwas reden.“
„Was denn?“
„Dein offensichtliches Drogenproblem.“
Auch wenn sie eigentlich ihren Tiefpunkt erreicht hatte, wurde auf einen Schlag die Atmosphäre noch bedrückender.
Mario setzte sein scheinheilligstes Lächeln auf. „Von was redest du?“
„Du weißt ganz genau von was ich rede. Damals war es dein übermäßiger Pilzkonsum, heute ist es der Alkohol. Ich rieche es doch an deinen Atem.“
Der Klempner verfluchte sich innerlich dafür, dass er vorher kein Kaugummi genommen hatte. Er wurde zornig. „Na und? Du hockst hier in deinen bezaubernden Haus mit dieser dämlichen Echse…“
„Hey!“, protestierte Bowser.
„…und lässt es dir gut gehen, lässt dir die Sonne auf den Arsch scheinen. Ich hingegen vergammele in einen Dreckloch, weiß nicht wie ich jeden Monat um die Runden kommen soll, mit dem bisschen Arbeitslosenhilfe. Mein Leben ist nur noch ein Mülleimer und das alles nur… alles nur…“ Er schluckte. „…weil ich dich vermisse.“
Wieder herrschte peinliche Stelle im Raum. Bowser machte ein unglückliches Gesicht, Peach hingegen blickte ihn überrascht an. Nach einer Weile drang ihre Stimme wieder in Marios Ohr: „Mario, als ich damals sagte, dass es vorbei ist, meinte ich es auch so und daran wird sich nichts mehr ändern können. Auch wenn es für dich komisch klingen mag, ich führe mit Bowser jetzt ein glückliches Leben.“
„Aber… Aber er entführte dich die ganze Zeit! Er nahm dich jedes Mal weg von mir!“
„Weil er mich liebte, Mario. Verstehst du das? Er hat mich nur entführt, damit er mir nahe sein konnte.“
„Was?! Bedeuteten meine Rettungen dir nichts?!“
„Doch, Mario. Ich wußte das sehr zu schätzen. Aber letztendlich machten dich die Pilze auf deinen Abenteuern kaputt, sie vergifteten wortwörtlich unsere Beziehung. Ich wollte dir helfen, doch irgendwann fehlte mir nur noch die Kraft dazu. Ich ging einen anderen Weg und mußte dich allein lassen, bevor ich selber an deiner Sucht zerbrach. Ich konnte nicht mehr, ich konnte es nicht mehr ertragen.“
Jeder blickte in eine andere Richtung, versunken in Gedanken, bis schließlich die Türklingel sie wieder in die Gegenwart holte.
„Ich mache auf.“, sagte Bowser und stampfte zur Tür. Als er die sie öffnete, vernahm man im Wohnzimmer ein lautes „Iiiiieeeeek!“. Mario rollte mit den Augen – Luigi war gekommen.

Mario

Fotografiert von Madrigal Photography (Flickr, Creative Commons)

Mario ist alt geworden. Sein Bauch hat sich in eine unförmige Wampe verwandelt, sein markanter Schnauzer hat sich grau verfärbt und nicht einmal seine rote Mütze kann verstecken, dass seine Haare von Tag zu Tag weniger werden. Einst Klempner und Prinzessinnenretter, verbringt er nun seine Tage mit der Bierflasche  lethargisch vor dem Fernseher. Gelegentlich lockert eine Supermarkteröffnung seinen Alltag auf, doch nichts kann darüber hinwegtäuschen, dass seine besten Tage schon lange vorbei sind. Sein jüngerer Bruder Luigi ist jetzt der Star, bekommt jetzt das Geld und den Ruhm. Mario will gar nicht wissen, wieviel sein Alkoholkonsum von den wenigen Arbeitslosengeld schon verschlungen hat. Er will nur seinen Kummer wegtrinken, will dieses ganzes Elend vergessen.

Manchmal verfolgt ihm seine Vergangenheit in den Schlaf. Dann träumt er von Pilzen mit magischen Kräften, mutierten Schildkröten, gigantischen Kanonenkugeln mit dämonischen Fratzen und monströsen, feuerspeienden Echsen. Und immer wieder ist da diese, einen in den Wahnsinn treibende, psychedelische Musik. Warum klingen diese Melodien so fröhlich, wenn es in Wirklichkeit um Leben und Tod geht?
Irgendwann im Laufe des Traumes sieht er sie dann, die blonde Schönheit in diesen bezaubernden Kleid. Immer wieder will sie die Worte sagen, für die er ihr sein Herz schenkte. Doch jedesmal wacht er an dieser Stelle auf, es ist immer so. Sie ist nicht mehr, sie ist fort, wird diese Worte nicht mehr sagen können. Die Bestie, die seine Liebste nahm, ist tot. Das Biest musste bezahlen und so tötete er es mit seinen eigenen Händen, bis nicht mehr von den Ungeheuer übrig blieb. Er saß zwischen den Fetzen des riesigen Körpers und sah dem Blut beim Trocknen zu.

Von seinen alten Freunden ist nur noch der Riesenaffe übrig geblieben. Mit Toad redet er nicht mehr, eher wird ihn der Teufel holen, als das er jemals wieder ein Wort mit diesem Pilzkopf wechseln wird. Und die Anderen? Tja, von denen meldet sich keiner mehr, irgendwie. Er weiß ja auch nicht, vielleicht ist es wegen der Sache von damals, vielleicht waren sie aber alle auch nur Heuchler, die nur mit ihm äbhängen wollten, als er noch eine Berühmtheit war.
Doch Kong steht immer noch zu ihm. Gelegentlich treffen sich sich beim Bingo oder Bowling und reden über die vergangenen Zeiten. Dann scherzen sie gemeinsam wie Donkey seine damalige Freundin entführte und Mario ihm stinkwütend mit einen riesigen Holzhammer über die Baustelle verfolgte, auf der er damals noch als Zimmermann arbeitete. Die alten Geschichten bringen sie zum Lachen und schließlich wirken sie für einen Augenblick wieder jung.

Der ewige Sidekick

Schon seit 25 Jahren stehst du im Schatten deines Bruders, seit einen Vierteljahrhundert bist du für alle nur der Gefährte des großen Prinzessinen-Retters. Hattest du damals gehofft, so berühmt zu werden wie dein älterer Bruder, als du mit ihm zusammen dein Klempner-Dasein aufgabst und für Nintendo anfingst zu arbeiten? Vielleicht hättest du es spätesten dann ahnen sollen, als du nur ein umgefärbtes Sprite von Mario wurdest, aber du hast die Zähne zusammengebissen und trotzdem weitergemacht. Hast dich von „Mario Bros.“ und „Super Mario Bros“ zum amerikanischen „Super Mario Bros 2″ gekämpft, wo dir erstmalst der verdiente Ruhm zuteil wurde. Endlich warst du kein Mario in anderen Farben mehr, endlich warst du dein eigener Charaktere mit deinen eigenen Namen und deinen eigenen Fähigkeiten.

Heute bist du zwar immer noch der Sidekick, aber an der Seite von Mario bist du nicht mehr wegzudenken. Du vertreibst zwar, wie die meisten Nintendo-Charaktere momentan, deine Tage als Teilnehmer in den verschiedensten Sportdisziplinen, aber wenigstens geht’s dir nicht so schlecht wie dein Alter Ego Waluigi. Du durftest wenigstens Geister jagen, Waluigi hingegen bleibt der Filler-Charakter ohne Charakter und Story.

Du Schnauzbartträger mit der grünen Mütze, du bist und bleibst unser allerliebster Underdog.
Alles Gute zum Geburtstag, Luigi.

Miyamoto™ ist ein eingetragenes Warenzeichen der Nintendo Company Ltd.

Shigeru Miyamoto soll von Nintendo die Auflage erhalten haben, öffentlich nicht mehr über seine Hobbys zu sprechen. Das meldet die Times unter Berufung auf Quellen bei Nintendo.

In der Vergangenheit ließ sich Miyamoto öfters durch ein Hobby für ein Spiel inspirieren (Pikmin, Wii Fit, usw.). Nintendo befürchtet, dass die Konkurrenz Spielideen klauen könnte, wenn Miyamoto über eines seiner Hobby spricht. (Q)

Was soll man groß dazu sagen, abgesehen von „absurd“? Man stelle sich das bitte in anderen Unterhaltungsbranchen vor: Steven Spielberg dürfte nicht mehr über seine Lieblingsbücher, Joanne K. Rowling nicht mehr über ihre Bahnfahrten und Stan Lee nicht mehr über die Gespräche mit seiner Frau reden.

Würde man Miyamotos Gehirn bis in alle Ewigkeit konservieren können, ich denke, Nintendo würde schon jetzt ein Marmeladen-Glas für Shigerus Denkapparat vorbereiten.

Let There Be Lite

Wie reagiert man, wenn die Sicherung rausfliegt und in der nun dunklen Wohnung verzweifelt und vergeblich nach einer Taschenlampe sucht, die noch über ausreichend Restenergie verfügt? Man schaltet seinen DS lite ein, erleuchtet mit ihm den Weg zum Sicherungskasten und spricht mit tiefer Stimme, während man den Sicherungsschalter umlegt, „Es werde Licht!“.

Mein Nintendo DS lite – eine Investition, die sich unter vielerlei Hinsicht gelohnt hat.

Spartaner-Helme, Mr. Payne, der übliche Unsinn und anregende Vibrationen

Entschuldigt, dass hier seit dem Interview mit dem „Pop“-Entwicklern G.T.A. wieder solange Brach lag. Ich selber musste wegen eines Sterbefalls für ein paar Tage nach Schleswig-Holstein und die Arbeit ärgerte mich nach meiner Rückkehr mit Überstunden. Keine Sorge, liebe Leute, mir selber geht’s gut, ich hab die paar Tage im hohen Norden für ein wenig Urlaub genutzt und mich dort auch mit reichlich Spielen eingedeckt, welche mich auch noch vom Bloggen abhielten.

This Is Sparta
Nach langen Jahren besuchte ich wieder zum ersten Mal das Lübecker Pressezentrum und deckte mich in einen Anfall von Konsumwahn mit allen ein was mein Geldbeutel mir hergab. Mit glühenden Herzen und freudigen Schaum vor dem Mund erklomm ich die Stufen zur Spieleabteilung, passierte die Eingangspforte zum Reich der virtuellen Zeitverschwendung und …wurde von einer piepsenden Warensicherungs-Anlage ausgebremst. „Äh, aber das ist noch von unten…“, stammelte ich den Verkäufer hinter dem Tresen an und zeigte auf die De:Bug und die „Maus“-Ausgabe, die ich aus den unteren Stockwerken mitgebracht hatte. „Schon in Ordnung“, entgegnete er und winkte mich in den Raum hinein, während der nächste Kunde schon die Anlage zum piepsen brachte. Ich zuckte mit den Schultern und begann die kleine, aber dennoch gepflegte Spieleabteilung zu durchsuchen. Ich fischte mir „Super Smash Bros. Brawl“ aus der Wii-Abteilung und wollte gerade in die Xbox-Ecke schlendern, um mir ein Microsoft-Points für „Rez“ und „Pac-Man Championship“ zu besorgen, als ich plötzlich einen Haufen seltsam vertrauter schwarzer Boxen erblickte. Meine Kinnladen klappte runter und ungläubig fasste ich den fast zur Decke reichenden Stapel an.
Wie konnte das sein? Bei mir zuhause war der Kram schon längst ausverkauft und nur noch für teuer Geld auf ebay oder Amazon zu erstanden. Wie konnte hier noch die Halo 3 Legendary Edition in so großer Menge rumstehen? Und wieso lässt der Verkäufer ausgerechnet heute den Halo-Soundtrack laufen?

Aufgeregt ging ich zum Mann hinter dem Tresen und fragte ihn mit zitternder, ob diese Kisten noch erwerbar seien. Er bestätigte mir das und so fragte ich ihn nach dem Preis. „80€“, entgegnete dieser und mein innerer Nerd fing an vor Freude zu hüpfen, denn bei Erscheinen kostete die L.E. noch um die 100€. So schnappte ich mir eine dieser riesigen Boxen, legte noch „Space Invaders Extreme“ und besagte Microsoft-Points drauf und latschte glücklich und mit einigen Euros weniger aus dem Laden rein in ein spontanes Sommer-Gewitter. Mist!

Ist das nicht ein schnuckeliger kleiner Spartaner-Helm, den ich da in der Ferienwohnung platziert habe?

Die Halo-Groupies, die also noch ein Exemplar der Legendary Edition haben möchten und in der Nähe von Lübeck wohnen, sollten dort das Pressezentrum aufsuchen, die noch reichlich von den L.E.-Boxen, eine kompetente Spieleabteilung und Verkäufer, die ziemlich blöden Mist über E3-Gerüchte labern, haben.

„Is this the Payne residence?“
Gestern tauchte der erste Trailer zum kommenden „Max Payne“-Film auf. Momentan kann man wirklich nicht sagen, ob das was wird oder hier wieder eine Videospiel-Verfilmung an die Wand gefahren wird (Was sind das für „Engel“?). Rock Paper Shotgun zumindest ist nicht begeistert.
Mr. Payne mit Mark Wahlberg zu besetzen ist eine kontroverse Entscheidung, die aber in meinen Augen nicht unbedingt schlecht sein muss. Wahlberg erinnert eher an Sam Lake, den Payne-Darsteller aus dem ersten Teil, als an Timothy Gibbs, dem Darsteller aus dem zweiten Spiel.

Wer schon jetzt eine gute Max Payne-Verfilmung ansehen möchte, dem empfehle ich den Recut des Fan-Kurzfilms „Max Payne: Hero“.

Hey Ash, The Website Is Down
Apropos Filmchen aus dem Internet: Ich hab hier zwei neue, höchst amüsante Webserien, die euch interessieren könnten.

Da hätten wir einmal Hey Ash, Watcha Playing, eine schräge Webserie von Destructoid-Schreiber Anthony Burch und seiner durchgeknallten Schwester Ashly. Für mich ist H.A.W.P. schon jetzt das neue Zero Punctuation. (Na ja…)
Episode 1 (Ikaruga)
Episode 2 (The Legend of Zelda: Ocarina of Time)
Episode 3 (Bioshock, großer Spoiler!)
Vatertags-Episode
Episode 4 (Professor Layton and the Curios Village)
Episode 5 (Super Smash Bros Brawl)
Episode 6 (Final Fight)

Die andere Webserie ist The Website Is Down, dessen erste und bis jetzt einzige Folge „Web Guy vs Sales Dude“ schon reichlich ihre Runden im Netz gedreht hat. Der Erfolg von T.W.I.D. liegt nicht nur in Halo-Deathmatches und hochgepitchten Stimmen begründet, sondern auch in seiner Nähe zur Realität: Jeder IT’ler hat sicherlich schon solche Momente erlebt und lacht somit über die Abstrusitäten seiner eigenen Arbeit. [via]

So tonight I’m gonna rumble like it’s 1997
Mittlerweile benutze ich das Rumble Pak für den DS schon ein Jahr und habe trotzdem kein Wort hier darüber verloren. Das geht ja gar nicht, das ändern wir mal gleich!
Das Ding kann ich jeden DS-Besitzer nur empfehlen und sehe es sogar als Must-Have an. Es gibt nur zwei Probleme: Das offizielle Rumble Pak von Nintendo ist in Europa nur in Verbindung mit Metroid Prime Pinball und Actionloop erhältlich, zudem sind die beigepackten Paks so groß wie GBA-Module, also eher was für Besitzer des alten Nintendo DS.

Sorgt euch nicht, Freunde des kleineren Handhelds, für euch gibt es eine Lösung. Die japanische Firma eWin hat ein inoffizielles Rumble Pak für den DS lite entwickelt, welches in Weiß, Schwarz und Pink erhältlich ist. Es passt im Gegensatz zum Rumble Pak von Nintendo perfekt in den zweiten Slot und hat die gleichen Dimensionen wie das Schutzcover des Lites. Zudem ist das Pak von eWin erheblich leiser und generiert erstaunlicherweise sogar die besseren Vibrationen.

Weitere Reviews sind bei Aeropause, GBAtemp, und DCEmu zu finden. Mein eWin Rumble Pak habe ich damals bei Flashbinker gekauft, aber aufgepasst: Bei Play-Asia z.B. ist nur die offizielle lite-Version zu finden, die erheblich teurer ist als das Exemplar von eWin.

Wikipedia hat eine Liste von DS-Spielen, die das Rumble Pak unterstützen. Die besten Effekte gibt’s bei Hotel Dusk (z.B. Türklopfen) und Space Invaders Extreme (Vibriert, ähnlich wie beim großen Vorbild REZ, im Takt zur Musik).

Next,


Fatal error: Call to a member function get_thumbnail() on a non-object in /www/htdocs/w00ae406/wp-content/plugins/lifestream/feeds.inc.php on line 638