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Wenn’s um Hip Hop geht, bin ich mittlerweile ziemlich anspruchsvoll geworden. Das war früher anders, als es in meinen Teenager-Jahren noch eine gefühlte Nische war, als es auf MTViva noch „Mixery Raw Deluxe“ und „Fett MTV“ gab, als Aggro Berlin noch tiefster Underground war. Heute ist Eins Zwos „Zwei“ für mich das Maß aller Dinge, heute wünsche ich mir den Tod von Auto-Tune herbei und verweise darauf, dass Guns, Bitches und Bling niemals Teil der vier Elemente waren. Ja, ihr dürft jetzt „Pussy!“ rufen.

Als heute im Betrieb sturmfreie Bude war, nutzte mein Mitpraktikant die Gelegenheit und spielte irgendeine Ami-Rap-Station auf vollster Lautstärke ab. Mein Gott, ich will mich ja nicht beschweren, wenigstens war es kein Schranz. Und schließlich war da auf einmal Ludacris der „Press the Start Button“ in den Raum rief. Ein „Was ist, wenn ich den Select-Knopf drücke?“ konnte ich mir noch verkneifen, doch dann kam „I clobber my opponents like blanka, boy you street fightin with a monstah!“, meine Ohren spitzten sich und würden überrascht mit Reimen die Grand Theft Auto, Contra, God of War und Punch Out enthielten.

Bämm, Luda hat im Dezember einen derben Videospiel-Song veröffentlicht und niemand hat’s mir gesagt. Schämt euch!

Blumentopf kann einpacken.

8bit-Headbangen in Dänemark

Wer bis heute kollektiv geschmeidig zu Chiptunes headbangen wollte, konnte dies als Europäer nur mit einen Sprung über den großen Teich beim jährlichen Blip Festival in New York machen. Ein leider nicht ganz billiger Spaß für ein paar Gameboy-Melodien. Doch haltet ein, werte Freunde der altmodischen Soundchips, die 8bitpeoples bringen das Blip Festival am 24. und 25. Juli nach Dänemark und damit in eine endlich tolerantere Distanz. Nullsleep, Glomag, Binärpilot, Minusbaby, Bodenständig 2000 und viele andere werden in Aalborg die Bühne rocken. Außerdem wird es Workshops und Präsentationen geben, sowie die Chiptunes-Doku „Reformat the Planet“ gezeigt.

Nach dem Klick gibt’s den Flyer.

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Grind That Christmas Tree

„Merry Christmas from Chiron Beta Prime, where we’re working in a mine for our robot overlords. Did I say overlords? I meant protectors.“

Morgen ist Weihnachten, was läge daher ferner mit passenden Liedern euch liebe videospielende Leser in die richtige Feiertagsstimmung zu versetzen?

Fangen wir daher mit einen meiner liebsten Weihnachtssongs vom Nerd-Barden Jonathan Coulton an, der auch „Still Alive“, den Endsong aus Portal, komponierte. In „Chiron Beta Prime“ singt er über eine Gruppe von Menschen, die in einen Asteroiden für ihre tyrannischen Roboter-Diktatoren arbeiten müssen und nun ihrem lieben Verwandten einen verzweifelten Weihnachtsgruß schicken und sich auf ihre Extraportion Soylent Green freuen. Unbedingt anhören!

Weiter mit The Doyouinverts, einer tollen Comedy-Videospiel-Band aus Großbritannien (Obwohl „Band“ trifft es nicht ganz genau, vielmehr scheint es wohl eher ein als Gruppe getarntes Soloprojekt zu sein, ein bisschen wie das auch bei The Streets oder Nine Inch Nails mehr oder weniger der Fall ist). In ihren Songs bewerten sie das Liebesleben auf einer Skala von 1 bis 10 („7/10″), sehen genauso wie UK Resistance in letzter Zeit viel zu wenige blaue Himmel in Videospielen („Blue Skies Forever“) und erzählen stirnrunzenld die Geschichte von Final Fantasy X nach („Random Encounter“). Passend zur Jahreszeit haben The Doyouinverts nun „A Happy New Gear“ veröffentlicht, indem die Charaktere aus dem überflüssigsten Spiel 2008 „Gears of War“ auf ihre eigene Art und Weise Weihnachten feiern.

Wenn wir über Videospielmusik reden, dann dürfen natürlich nicht Chiptunes fehlen, diese wundervolle, mit alten Computern und Konsolen hergestellte 8-Bit-Musik.
Von den 8bitpeoples gibt es „The 8bits of Christmas“, eine Compilation auf der Chiptunes-Künstler mit jeweils einen anderen klassischen Spielgerät Weihnachtsklassiker neu interpretiert haben. Auch Pixelmod Records bieten mit „Merry Pixmas“ einen ähnlichen weihnachtlichen Sampler zum Download an, der jedoch stark von der Qualität schwankt [Danke an Player1 für den Hinweis].
Der Spieleentwickler Foundation 9 verschickte dieses Jahr an verschiedene Presseleute statt einer Grußkarte gar eine ganze CD voller Festtags-Chiptunes, jedoch sucht man leider vergeblich nach einen Download. Zumindest kann man sich bei Kotaku 8-Bit Weapons „God Rest Ye Merry Gentlemen“ runterladen.
Nachdem Doctor Octoroc schon am Anfang diesen Monats eine erste Version von „8-Bit Jesus“ veröffentliche, folgt nun die vollständige Packung mit insgesamt 18 Songs. Anstatt stur alle möglichen Weihnachtsklassiker im 8-Bit-Sound zu covern, mischt er diese experementierfreudig mit den Liedern aus Retro-Games in ganz besonderer Manier. Am Ende klingt es wie die akustische Untermalung zu Mega Mans Heilligabend. [via/via]
Von ComputerHer gibt es, in Zusammenarbeit mit 8-Bit Weapon, schließlich noch drei Chiptunes-Cover mit ganz viel imaginären Weihnachtsgebäck.

Weg von den Bliep-Sounds, zurück zu richtigen Instrumenten: The OneUps sind eine amerikanische Jazz-Band, die Videospiel-Musik covert. Und meine Fresse, die haben’s drauf! Einfach mal die Tracks auf ihrer MySpace-Seite durchhören, ihr werdet es nicht bereuen, schließlich haben sie auch mit „Super Mario’s Sleigh Ride“ das absolute Weihnachtshighlight der ganzen hier in diesem Artikel erwähnten Lieder aufgenommen. Grandios, Super Mario World im Schnee!

Zum Abschluß noch zwei nicht-musikalische Schmankerl: Die „World of Goo“-Fanseite „goofans!“ beglückt euch mit einen weihnachtlichen Level für das beste Indie-Spiel dieses Jahres und bei Tape Findings gibt es das höchstoffizielle Pac-Man-Weihnachtshörspiel aus den früher Achtzigern. [via]

Hiermit bleibt mir nur noch euch frohe Weihnachten und ganz viele Geschenke unter’m Tannenbaum zu wünschen. Woohoo, Geschenke!

Pixel am Sonntag

Der Sonntag Abend hat schon allmählich begonnen und auch die meisten Gäste der vergangenen Nacht sind schon fortgetorkelt. Ihr wollt endlich eure Ruhe haben, doch da ist noch dieser fetter Sack, der auf eurer Couch liegt, von dem ihr nicht weißt, woher er kam und wer ihn mitgebracht hatte. Er muss raus hier, dringend. Ihr schließt euer Winamp mit der „Masters of the Universe“-Compilation (diese riesige Mords-Ding von aktuellen, so wahnsinnig geil nach 80er klingenden Synthie-Electro-Tracks), Justices unglaublicher Planisphère-Saga und Flashback 95,6 (schließlich habt ihr gestern noch „Scarface“ auf WDR geguckt) und öffnet Mazemod. Ihr dreht eure PC-Lautsprecher auf volle Lautstärke und die verschiedensten Chiptunes und Demoscene-Track prügeln die Schwabbelbacke aus dem Schlaf. „Raus! Aber bisschen dalli!“, schreit ihr den Kerl an, als er euch verwirrt ansieht. Er steht auf, murmelt irgendwas unverständliches vor sich hin und ist endlich draußen. Ihr hockt euch wieder an den Rechner, dreht die Boxen leiser und fängt an Super Oors World zu lesen, das wahrscheinlichste beste Pixel-Comic seit den Diesel Sweeties.

Natürlich übertreibt ihr nur.

[via]

Ich bin der Musikant mit dem Gameboy in der Hand

Noch bis Freitag kann man sich auf Pitchfork.tv die Chiptunes-Dokumentation „Reformat The Planet“ rund um die New Yorker 8-Bit-Musik-Szene, das Blip Festival und die 8bitpeoples kostenlos ansehen. Mit dabei ist so ziemlich alles was mit NES, Gameboy & Co Musik macht: Nullsleep, Bit Shifter, Glomag (in einer kurzen Szene sieht man die Xboxen, mit denen er „This Spartan Life“ produziert), Bubblyfish, The Depreciation Guild und viele mehr. Eine richtig schnieke Doku von 2 Player Productions, die ich nur jeden an’s Herz legen kann, der die hochfrequenten Sounds von Retro-Konsolen genauso sehr liebt wie ich und einen Typen im Tetris-Kostüm sehen will.

Angucken. Hier. Jetzt. Aber nur bis Freitag, dann isses wieder weg.

Solchen Dieben sollte man die Hände abhacken, damit sie nicht mehr in der Nase bohren können.

Ich weiß, das sind harte Worte. Aber was soll man sonst sagen, wenn größere Künstler von kleineren Chiptunes-Musikern Samples klauen und diese nicht davon profitieren lassen? Als ich damals zum ersten Mal „Do it“ von Nelly Furtado hörte, fiel mir der Chiptunes-ähnliche Sound auf, machte mir aber keinen weiteren Kopf darum. Ganz falsch lag ich mit meinen ersten Gedanken nicht: Tatsächlich machte sich Furtado-Produzent Timbaland an einen Song vom 8-Bit-Musiker Janne „Tempest“ Suni zu schaffen und verwendete diesen für Furtados „Do it“ ohne das Tempest irgendwo erwähnt wurde oder gar dafür Geld sah. Verklagen konnte Tempest Timbaland nicht, denn es fehlte ihm schlicht und einfach das Geld für einen Rechsstreit dieser Größe. Timbaland reagierte nicht sonderlich sympathisch auf seinen Diebstahl:

On February 2, 2007, Timbaland responded to the plagiarism accusations in an interview by the radio show Elliot in the Morning. In this interview, Timbaland admits to what he calls „sampling“, but he also claims that sampling is „not stealing“, because „everybody samples from everybody every day“. Timbaland also says that the sample is „from a video game“ and mentions the Commodore 64. He also says that he has no time for research and that it is sometimes impossible to „know what’s public domain and what’s not.“ Timbaland also calls the issue „ridiculous“ but mentions that he is „in legal discussions“ and therefore can’t say much about it. He did, however, call Janne Suni an „idiot“ and a „freakin‘ jerk“ on the show. He consistently talked about the incident as sampling, failing to address the claims with regards to the melody.

On February 9, 2007, Timbaland commented on the issue as follows in an MTV interview:

„It makes me laugh. The part I don’t understand, the dude is trying to act like I went to his house and took it from his computer. I don’t know him from a can of paint. I’m 15 years deep. That’s how you attack a king? You attack moi? Come on, man. You got to come correct. You the laughing stock. People are like, ‚You can’t be serious.“ (Quelle)

Mittlerweile soll man sich jedoch laut Tempests Seite außergerichtlich geeinigt haben. (Mehr Infos beim Marc* und der Wikipedia)

Dieses Jahr sorgen Crystal Castles (nicht benannt nach dem gleichnamigen Arcade-Spiel) mit einen ähnlichen Fall für negative Publicity. Die kommenden Support-Acts der diesjährigen Nine Inch Nails-Tour wurden von Musikmagazinen und -blogs für ihre Mischung aus 8-Bit-Musik und Screamo** gepriesen. Es ist zwar schon arschig sich nicht bei der Chiptunes-Community zu bedanken, die so stark ihren Sound und damit auch ihren Erfolg beeinflußt hat, aber kein Grund sich aufzuregen. Eher ein Grund auszuflippen ist der Diebstahl den Cystal Castles, ähnlich wie Timbaland, begangen haben.

It’s recently come to light that Crystal Castles, a Toronto-based band, has been heavily sampling music from several chip music artists without obtaining permission or crediting them. Lo-bat’s tracks Bibibi and Tizzy, from his 8bitpeoples release Game Boy, are just two instances of this. (Nullsleep von den 8bitpeoples, 8.5.2008)

Besonders piekär diesmal: Die ursprünglichen Chiptunes-Tracks wurden selber unter einer „Creative Commons“-Lizenz veröffentlich. Creative Commons ist eine Alternative zum klassischen Urheberrecht. Es erlaubt, im Gegensatz zum Copyright, dem Nutzer bestimmte Rechte zu behalten (Autoren-Nennung, Urheberverweis), jedoch andere Rechte freiwillig abzugeben (z.B. Bearbeitung des Werkes, Verwendung für kommerzielle Zwecke und Weitergabe). Wir selber nutzen meist als Illustrationen Bilder die unter dieser Lizenz erhältlich sind. Diese verwendeten Bilder sind bei G.T.A. anklickbare Links, die auf die jeweillige Flickr-Seite verlinken und der Autor wird im title-Tag des Artworks erwähnt.

Crystal Castles haben die Creative Commons-Lizenz (und nebenbei auch das Urheberrecht) in mehrfacher Hinsicht verletzt. Die originalen Verfasser wurden nicht genannt, die Songs für eine kommerzielle Nutzung verwendet und bearbeitet, ohne eben die Erlaubnis der Künstler einzuholen.
Kurz gesagt: C.C. sind verfickte Arschlöcher.

„It was only to create annoying sounds. That keyboard was made back in 2004 and then we learned about this whole 8-bit scene, which we don’t really have anything to do with. It’s a completely different world.“ (Crystal Castles, Quelle)

Für Crystal Castles sind wahrscheinlich auch Lizenzverträge eine „komplett unterschiedliche Welt“.

Mehr Infos:
Create Digital Music
MySpace- und eine inoffizelle Remix-Seite von Crystal Castles
Weitere Hörbeispiele

*PlayStar verlinkt zum Tönsing? Tja, Meinungen können sich ändern und der Marc scheint ja doch ein ganz sympathischer Mensch zu sein.

**Hä? Aha. Gähn.

Those were the days I will never forget

We played the first Mortal Kombat on the Sega,
Playing the lastest jungle tunes we had on cassette,
Those were the days I will never forget.
(Lady Sovereign, „Those Were The Days“)

Bevor Sony mit der ersten PlayStation den Markt durchwirbelte und Microsoft überhaupt an eine eigene Konsole dachte, da herrschten noch Sega und Nintendo über die Videospielwelt. Nintendo bekam dank ihrer Zensurmaßnahmen ein Kiddie-Image, denn die Teenager zockten lieber bei Sega, da gab’s schließlich noch das Blut und die Fatalaties, die Nintendo auf ihrer Konsole verbat. Dafür war bzw. ist Nintendo die Heimat der meisten wohligen Kindheitserinnerungen, als man noch als kleiner Pimpf Mario, Link und Konsorten über den Bildschirm jagte.

Das RemixArtistCollective hat vor einiger Zeit als Hommage an ihre elektronische Kindheit die „Nintendo VS Sega“-EP veröffentlicht. Vier sehr schöne French-House-Remixe von Super Mario Bros, The Legend of Zelda und Sonic The Hedgehog, die seit der Veröffentlichung regelmäßig in meinen MP3-Player landen. Extrem empfehlenswert für Freunde von Justice, Digitalism, Daft Punk und Electro-Choc.

[via dem da, der auch das tolle Cover-Artwork gemacht hat]

Man nennt es „Chiptunes“, Baby!

Damit erweist sich der Nintendo DS als würdiger Nachfolger des Gameboys, den findige Bastler bereits Ende der neunziger Jahre als elektronisches Musikinstrument zweckentfremdet hatten. Die altmodische Hardware erlaubte allerdings nur einen ziemlich beschränkten 8-Bit-Sound, während die aktuellen Geräte mit beeindruckender Klang-Vielfalt und -Qualität aufwarten.

Ach, lieber SpOn-Redakteur, weißt du denn nicht, dass dieser „ziemlich beschränkte 8-Bit-Sound“ in Wirklichkeit der geilste Scheiß ist? Hättest ja den am Ende des Artikels verlinkten GEE-Bericht lesen können. Du könntest auch Nullsleep hören, besonders die Stücke „Ballistic Picnic“ und „Destination Tomorrow“ würden unter Umständen deine Meinung ändern. Vielleicht werde ich auch irgendwann mal mit meinen kleinen Chiptunes-Artikel fertig, dann würdest du wissen was es neben Pornophonique in der Welt des „ziemlich beschränkten 8-Bit-Sounds“ noch so alles gibt. Aber mit einer Sache, lieber SpOn-Redakteur, hast du recht: Der Korg DS-10 rockt und wird hoffentlich auch in Europa auftauchen.

Pornoeske Gameboy-Rocker

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Eigentlich trifft Pornophoniques Motto „Gameboy meets Lagerfeuer“ es nicht ganz. Lagerfeuer weckt in mir Vorstellungen von bekifften Hippies, die mit der Akustik-Gitarre am besagten Feuer hocken und mit Songs von Jack Johnson vergeblich versuchen Mädels aufzureißen. Pornophonique ist viel besser: Geiles (E-)Gitarren-Geschrammel zusammen mit 8-Bit-Musik, die wirklich aus den Gameboy (vermutlich mit Nanoloop) kommt. Pornophonique haben, neben 8 Bit Weapon, mir Chiptunes endlich schmackhaft gemacht.

Seit heute ist endlich das erste Album „8-bit lagerfeuer“ draußen und normalerweise würde ich euch jetzt mit einem Kaufbefehl zum nächsten Plattenhändler schicken. Aber da Pornophonique so geile Jungs sind, kann man sich das komplette Album legal und umsonst runterladen, sogar mit CC-Lizenz. Wer das Album trotzdem käuflich erwerben möchte, kann das trotzdem tun. Für 12€ gibt’s die CD in Vinyl-Optik in einer Blechdose, zusammen mit Wechselcovern; gestaltet u.a. von Joscha Sauer von NichtLustig und Flix, der in seinen ersten „Heldentagen“ auch obiges Comic gezeichnet hat.

Die nächsten Tage werden auf meinen Last.fm-Account und Micro+NintendoMP3player hauptsächlich nur zwei Dinge zu finden sein: Ein Lagerfeuer und ein Kreuz.

Mehr Pornophonique:
Live @ Comic Salon Erlangen 2006 + ganz viel Wind
Pornophonique @ Newcomer (hr)
Pornophonique @ Maintower

Wo wir gerade beim Thema Chiptunes sind:
DJ Octobit legt in der tollen Machinima-Show „This Spartan Life“ regelmäßig 8-Bit-Tracks auf. Beste Halo-Machinima-Show neben Red vs Blue!
Wer’s noch nicht kennt, sollte sich unbedingt „8-Bit Operators“ holen, ein schniekes Album in dem Kraftwerk-Song von Chiptunes-Künstlern gecovert werden. Gibt’s mit Glück noch beim örtlichen Plattenhändler (Ich hatte mein Exemplar damals im Saturn (!) gekauft).

Wir sind Profis!

Mir war ja die deutsche Hip-Hop-Gruppe Blumentopf schon immer sympathisch. Spätestens als mir im Kassel bei einem Auftritt schon nach zehn Minuten die Luft wegblieb, weil die Jungs live einfach alles richtig gemacht hatten, höre ich sie sehr gerne.
Das fünfte Album der Jungs ist inzwischen erhältlich und enthält unter anderem den Track „Profis“, den man sicherlich auch als eine kleine „Hommage“ verstehen kann, aber ganz offensichtlich in erster Linie die eigene Großartigkeit zelebriert, wenn es um Pad-Akrobatik geht. Den Text kopiere ich jetzt einfach mal hier rein, weil man auf der offiziellen Website sich erst anmelden muss, um Downloads und andere Sachen zu bekommen.

PROFIS

Schu & Roger:

Egal ob XBox, Nintendo oder PS2,
ob Sega oder Atari, wir ham die Pads dabei.
Die zwei Hardcorezocker mit viereckigen AUgen,
die ihre Zeit zwar verschwenden, doch kein Leben verbrauchen.
Die zwei jungen Götter im Game. Vergiss Kratos.
Für Kudos statt Euros, mit Finger am A-Knopf.
Bei Starfox’s Schiff und bei des Klempners Bart:
Unsere Welt spricht nicht Visa, sondern Memory Card.
Bei Pro Evolution bin ich Meistertrainer.
Bei Grand Tourismo bin ich Geisterjäger.
Ich werd zu Kasparov wenn ich Advance Wars zock,
und auf Cheats und so nen Mist ham wir gar keinen Bock.
Wir kennen die Welt der Videospiele so wie Ratzi die Biebel.
Ich hör nachts schon Kettensägen wie in Resident Evil.
Ich wurd zum Bombentrommler, dank Donkey Konga:
Links, rechts, klatsch, klatsch, beide – nochmal.
Prinzessin Peach ham wir schon x-mal gerettet.
Komm mir nicht mit Burnout – ey du fliegst von der Strecke.
Was willst du, du Schnecke? Wir sind tödlich und schnell.
Verbeug dich vor Horstinator und vor Hoeness XL.

Chorus:

Ich bin Profi – Kenn jede Map, jeden Move, jeden Abspann
Ich bin Profi – Wenn ich das Pad nehm braucht ihr gar nicht anfangen.
Ich bin Profi – Für meine Combos seid ihr viel zu langsam
Ich bin Profi – Finger weg, überlasst das nem Fachmann.

Egal ob Shooter, ob Racer oder Jump ‚n Run,
wir sind die Player mit dem Style und dem Masterplan.
Die zwei Highscorejäger mit dem Turboboost,
die mit den Finishing-, den Special- und den Supermoves.
Ich fahr die Rainbowroad mit geschlossenen Augen,
und ich spiel Ninja Gaiden mit gebrochenen Daumen.
Und wenn wir zwei bei Top Spin als Doppel an Start gehn
heisst es: Zusehen und staunen und als Trottel vom Platz gehen.
Da helfen keine Upgrades und keine Health Pakete,
keine Power-Ups und keine Lenkrakete.
Halo 2, Deathmatch, Systemlink,
egal welche Map, ihr könnt nicht gewinnen.
Wir haben den Killerinstinkt. Wir haben Nerven aus Stahl.
Wir haben alles durchgezockt. Wir Haben jeden Pokal,
ham alle Extras gefunden, jedes Rätsel geknackt,
jeden Abspann gesehen, jeden Gegner gepackt.
Wir sind wie Sonic und Knuckles, wie Ratchet und Klank.
Wir sind die Freaks, die man fragt wenn man im Level mal hängt.
Gib uns nen Hammer in die Hand und wir verletzen uns selbst,
doch am Controller sind wir Profis und retten die Welt.

Mach das besser nicht,
sonst verletzt du dich,
das kann echt nur ich,
denn ich bin Spezialist.

Chorus

Das können die Jungs online gerne unter Beweis stellen, wenn sie wollen…

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