Leser, wehrt euch! – Teil 3

Diesmal bei „Leser, wehrt euch!“: G.T.A.-Leser Thorsten Rehm hat uns am…*räusper*…7.1.2006 ein paar Fotos zu „GTA: Liberty City Stories“ zukommen lassen. Man möge uns die Verspätung bitte verzeihen, wir sind faule Säcke.
An alle anderen Einsender, die hier noch nicht veröffentlicht wurden: Ihr kommt auch noch dran, nur Geduld… An die, die noch nichts eingesendet haben oder nochmal etwas einsenden wollen: Einfach eine Mail mit den Bildern schicken und wir kümmern uns darum, dass sie irgendwann mal hier veröffentlicht werden…

So, Thorsten, wie findest du denn eigentlich die Anleitung vom GTA-PSP-Spiel?

Die Anleitung zu GTA – Liberty City Stories auf der PSP finde ich sehr gut gelungen. Diese ist im Zeitungsstil inkl. verrückter Geschichten, Werbung für den Ammu-Nation Shop und einer Restaurantkritik. Und natürlich last but not least: Die GTA Karte.

Vielen Dank für das ausführliche Interview, Thorsten! (Wer jetzt denkt, wir hätten überhaupt kein Interview mit Thorsten geführt, kann bitteschön unter das eigene Bett schauen und die dort verweilenden, alten Turnschuhe fressen. Vielen Dank.)

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Herzliche Dank an Thorsten für die Bilder! Du hast hiermit ein Jahresabonnement der N-Zone gewonnen. Melde dich einfach beim Ippisch, sag ihnen, dass dich G.T.A. geschickt hat und sahne dann deinen Preis ab.

Hip-Hop, motherfucker!

Yo, B-Boys, Microsoft will seine 360 im Vereinigten Königreich mit einem kongenialen Video promoten. Die Jungs von UK Resistance wissen da besseres darüber zu berichten als ich je könnte und kommentieren mit typischen englischem Humor das wohl mieseste Stück WMV-File, das zurzeit im Internet herumgeistert. Viele Jungs und ein Mädel an der Grenze zwischen Emanzipation und Was-zum-Teufel-ist-das, erzählen debil grinsend, wie toll die neue Konsole doch sei. Im Hintergrund sieht man krasse Breaker und tighte Skater vor einem Xbox-Logo, die auf derbem Sound voll abgehen. Der englische Akzent stört dabei den Flow ein wenig, aber bei der heutigen Jugend geht es auch nicht darum, Sachen zu verstehen, sondern alles einfach nur fett cool zu finden und nach Meinung der hippen Hip-Hopper ist die 360 einfach nur cool. So cool, dass ich mir voll geile Sticker mit Schmetterlings-Muster auf meine 360 kleben werde, wenn ich sie mir irgendwann mal besorgen sollte. Tut doch der total darke und alternative Typ im Video auch. Ohne Schmetterling, aber mit Sticker.

Noch ein Grund mehr, sich die 360 nicht zuzulegen, motherfucker!

Mein Coming-out

Kann ich das hier jetzt so schreiben? Bin ich noch normal? Muss ich mich nicht schämen? Egal, ich gestehe jetzt einfach mal: Ich liebe sie, die besonders primitiven und simplen Mainstream-Spiele. Und Dank einem Vertreter dieser Gattung liegt ein rundum unterhaltsames Wochenende hinter mir: Er heißt 187 Ride Or Die.

Aber was ist dran an einem Spiel, das alleine daraus besteht in Gangstermanier über Straßen zu düsen und dabei auf Autos der feindlichen Gangs zu ballern? Um das zu verstehen, sollte ich vielleicht einmal aufzählen was nicht dran ist:

Es gibt keine Hintergrundgeschichte mit komplexen, ausgearbeiteten Charakteren und minutenlangen Dialogen. Es wird auch nicht versucht, eine solche Geschichte zu erzählen. Entweder jagen sich obercoole Ghettogangster in den völlig sinnentleerten Zwischensequenzen mit Luxuskarossen, ballern aufeinander oder werfen sich Kraftausdrücke der übleren Sorte an den Kopf. Keine Missionsbeschreibung kommt ohne die Worte Wichser, Hurensohn oder Motherfucker aus. Spielziel: Die Straßen der Stadt beherrschen. Wie die Faust aufs Auge passt dazu auch der monotone 08/15 Gangsterrap, der speziell für 187 aufgenommen wurde. Endlich mal ein Gangsterspiel, das die Klischees stur und überspitzt durchzieht, ja teilweise sogar so etwas wie Humor aufblitzen lässt.

Der Storymodus trägt außer den oben genannten Platzhaltern Storyelementen und den Leveln keinen lästigen Balast. Auf ein Rennen folgt das nächste. Kein Pimpen der Karossen, keine verzweigten Missionsbäume, nichts. Bei den Rennen gibt es zwei mögliche Ziele: Entweder auf einem Kurs erster werden oder in einer Arena Gegner platt machen, wobei ersteres nur unwesentlich weniger bleihaltig ist als letzteres. Im Prinzip spielt sich das ganze wie Burnout, nur dass man die Gegner nicht von der Strecke rammt, sondern mit der Bazooka in ihre Einzelteile zerlegt. Entweder man fährt und ballert gleichzeitig oder man überlässt das Anvisieren der Kontrahenten einem Mitspieler. Damit es nicht eintönig wird, gibt es auch mal eine der Verfolgungs- oder Escortaufgaben. Hier liegen dann auch ganz klar die Stärken des Spiels, leider etwas selten.

187 Ride Or Die ist nicht neu, nicht einzigartig und auch nicht komplex. Und deshalb macht es mir so unheimlich viel Spaß. Mehr als all die anderen Spiele, die ich diesen Sommer gespielt habe. Eben weil es sich nicht unnötig in irgendwelchen Karriere- oder Physikfeatures verirrt. Sondern weil es so einfach ist, seine Idee konsequent verfolgt. Und das sind schnelle Autos sowie actiongeladene Gefechte auf den Straßen, für den Mainstream, für mich.

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187 Ride Or Die
System: Xbox, PlayStation 2
Hersteller: Ubisoft
Entwickler: Ubisoft Paris

Aggro-Ansage

aktefelix_gangster01.jpgHallo Videospieler.
Ich hasse euch!

Warum hasse ich euch? Hasse ich euch alle, als anonyme Masse? Nein, seid beruhigt. Ich hasse nur dich, dich, dich, dich, dich, dich und die ungefähr drei Milliarden anderen Pfosten, die mit ihrem viel zu leicht verdienten Taschengeld für eine totale Gleichschaltung der Videospielelandschaft gesorgt haben! Ihr macht mich krank! Ich möchte auf eure saubere Wäsche brechen und all eure Bushido-CDs zerkratzen! Und dann zerkratze ich auch eure Festplatten, wo ihr die ganzen Bangbus-Pornos und „Aggro-Ansage“-Raubkopien draufhabt!
Ihr wisst genau, dass ich euch meine.

Wegen euch bin ich heute zur Esso-Tankstelle meines Vertrauens gegangen (Esso Pusch an der Meldorfer Straße, immer geile Angebote des Monats, Krengels satt sowie Bockwurst + Brötchen zu fairen Preisen!) und musste miterleben wie sich meine ohnehin schon furchtbare Laune verschlechterte, nachdem ich die Gamepro durchgeblättert hatte.

Nicht nur, dass kein einziges Spiel, das diesen Monat herauskam, es schaffte, mehr als 81% zu erreichen (das ist in Gamepro-Maßstäben unterirdisch, wo selbst Nicht-Spiele aus mir völlig fremden Gründen noch 30% erhalten und viel zu lustlos verrissen werden), nein: Jedes gottverdammte Spiel ist irgendein Gangsta-Scheiß!

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Neues ausm Ghetto

Seit gestern gibt es wieder neue Infos zu True Crime 2. Der Schauplatz New York wird mit allerlei Details realistisch nachgebildet, während Verkehrslärm und ein authentisches Einwohnerverhalten mehr Lebendigkeit in die Spielwelt einhauchen sollen. Hinzu kommen eine größere Interaktion mit der Umgebung sowie die Möglichkeit, sich nun auch mit Taxi, U-Bahn und Motorrad fortbewegen zu können. Die Vorankündigungen sind durchaus vielversprechend, aber hey… das war beim ersten Teil auch so! Und was ist aus dem geworden? Genau, ein unfertiger GTA-Klon mit mieser Steuerung, noch mieserem Kampfsystem, Doppelmoral und Ping-Pong-Fahrphysik. Besonders zuletzt genanntes war extrem nervig: Eine gerade Linie zu fahren war teilweise gar nicht möglich, ständig tuckerte man von der einen Bürgersteigseite zur anderen. Das sollte man beim Nachfolger mal ändern, anstatt irgendwelche Denkmäler und das U-Bahn-System ins Spiel zu implementieren.

The story MUST go on…

Kommt, gebt es ruhig zu: auch ihr habt es geahnt! 50 Cent: Bulletproof bekommt einen Nachfolger! Und Scarface auch. Und wisst ihr, was das ironische an dieser tollen Meldung ist? Beide Spiele sind noch nicht draußen! Ich werd bekloppt, so originell war bislang nur Peter Molyneux mit seinem „Fable wird eine Trilogie“-Scherz…

Nachschlag ausm Ghetto

gaw_truecrime2.jpgUngefähr 20 Minuten nachdem ich über True Crime 2 spekulierte, las ich auf Gamespot eine Meldung, dass man diesmal in New York rumkurvt und Nick Kang nicht mehr dabei sein wird. Ja, wir sind unaktuelle Faulenzer! Stattdessen steuert man jetzt einen schwarzen Ex-Gangster der die Wandlung zum Bullen vollzog.

Währenddessen kämpft 25 to Life an anderen Fronten. Der New Yorker Senator will das Spiel nämlich verbieten, da es das Hauptziel sein soll, die Hüter des Gesetzes zu töten. Ich frag mich, wie einige Kritiker immer wieder auf kleinere, (noch) unbekannte Spiele kommen, während größere Namen oft unerwähnt bleiben. Das scheint mir ziemlich willkürlich abzulaufen. Und die Polizei traktier ich, nebenbei erwähnt, schon seit Road Rash…

Geschichten ausm Ghetto

In den kommenden Monaten werden wir von Gangstaspielen überrannt werden. Damit ihr Homies nicht den Überblick verliert und realized was demnächst in da Hood abgeht, verrät auch G.T.A. was taugt und was saugt… [Read more]

New Millenium Gangsta

Aufgepasst, liebe Leute, 50 Cent macht ein Spiel. Wie? Ihr kennt Fifty nicht? Ihr habt noch nie seine Geschichte gehört, die Geschichte des Unsterblichen? Nicht? Schande, ich erkläre es euch noch mal:

Also, Fifty wird auf der Straße von ein paar Kugeln getroffen. Fragt mich nicht warum, fragt mich nicht wo und fragt mich auch nicht wie. Wie viele Kugeln es waren weiß ich gerade auch nicht, fragt Google (“50 Cent Bullets“). Ich weiß nur: der motherfucker hat es überlebt und scheffelt damit jetzt jede Menge Kohle, indem er von einer Geburtstagsparty in einem Club und von seinem Lollipop im Candy-Shop rappt. Unfair? Nun ja, der Mann weiß halt, worauf die Menschen stehen…

Da dachte sich jetzt also der Fifty, dass Gangsta-sein spätestens seit Grand Theft Auto mehr als nur in ist. Es kann durchaus Spaß machen, durch die Stadt zu cruisen, sich einiger Kugeln zu erleichtern und anschließend bei einer Prostituierten die Lebensenergie wieder auftanken zu lassen. Und überhaupt: hört sich „Grand Theft Auto: In da Hood feat. 50 Cent“ nicht viel cooler und vor allem wirtschaftlich profitabler an?

So kommt nun also durch Vivendi Universal 50 Cent: Bulletproof auf den Markt, ein Trailer zum Spiel gibt es auf der offiziellen Site auch schon. Darin bricht Fifty in das fünfzigste Stockwerk eines Hochhauses ein und kloppt sich durch eine schwerbewaffnete Gegnerhorde. Sieht mächtig imposant aus, die Musik im Hintergrund stamm aus Fiftys eigener Rapper-Feder.

Aber wie ernst kann man solche Games nun nehmen? Ist es wirklich glaubwürdig, dass ein muskelbepackter Rapper, der so ein bisschen an Bewegungslegasthenie leidet, weil er nun wirklich nicht der flinkste ist dank seiner Masse, plötzlich Kung-Fu kann und hopsend den feindlichen Projektilien ausweicht?

Kriminalität ist „in“. Grand Theft Auto hat es bewiesen und „50 Cent: Bulletproof“ wird es wohl auch tun. Dafür ist der Name „50 Cent“ einfach mehr wert, als nur fünfzig erbärmlich Cent.

Weitere Infos:
Offizielle Website zum Spiel: www.the50centgame.com

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