Fernsehtipp: „Durch die Nacht mit Chris Chrawford und Jason Rohrer“

Jason Rohrer gilt als Wunderkind der Spieleindustrie. Seine Indie-Meisterwerke berühren einen dort, wo die großen Games nur Dumpfsinn hinterlassen. „Passage“, seine bekannteste Kreation, philosophiert mit seiner vermeintlich niedlich pixeligen Grafik über die Entscheidung zwischen Partnerschaft und Single-Dasein und ihrer Folgen.

Chris Crawford ist Gründer der Games Developer Conference in San Francisco und entwickelte 1978 mit „Tanktics“ das erste kommerziell erhältliche Computer-Strategiespiel.

Heute abend lässt Arte diese beiden Persönlichkeiten aufeinander treffen und lässt sie einen Kampf um Leben und Tod ausfechten im Rahmen der diesjährigen GDC über die Zukunft des Videospiels und seine Möglichkeiten als Kunstform diskutieren. Bedenkt man die Reputation von Rohrer und Crawford und die anderen großartigen Aufeinandertreffen (Bela B trifft auf Julie Delpy! Haaaach!) in den bisherigen „Durch die Nacht mit…“-Folgen, gebe ich hiermit einen Anschaubefehl aus. Anschauen!

Heute auf Arte, 23:50 Uhr
Wiederholung am 17.7., 5:00 Uhr
Eine Woche lang nach dem Senden auch anschaubar auf
Arte+7.

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Aus und vorbei

Es ist Freitag, der 13., Giga ist weg vom Fenster und ich sehe es ähnlich wie MasteRehm: Es interessiert mich keinen feuchten Dreck. Zweimal habe ich mich schon von Giga verabschiedet und nun kratzt das endgültige Dahinscheiden dieses Untoten mich auch nicht mehr. Zuviel Scheiße ist dem Format passiert, zuviel Scheiße um einen treuen Zuschauer seit den Anfängen von ‚98 wegzugraulen.

Ich habe auch gar nicht mehr mitbekommen, dass Giga mittlerweile von Premiere aufgekauft wurde, die dem Sender schließlich heute ein ziemlich überraschendes Ende servierte:

Stephan Borg, Geschäftsführer von GIGA, gab am 13. Februar 2009 bekannt, dass das komplette GIGA-Programm Ende März 2009 eingestellt werden soll. Die Produktion neuer Inhalte wurde sofort gestoppt, die Zukunft der Online-Angebote, die noch zumindest bis Mai 2009 erhalten werden sollen, ist noch nicht geklärt. Es werde jedoch mit Partnern über eine eventuelle Übernahme des Internetportals verhandelt. Als Hauptgrund für diese Entscheidung wird die Zurückhaltung der Werbekunden in Folge der Finanzkrise genannt, die den Werbemarkt drastisch einbrechen lies. Dies veranlasste den alleinigen Gesellschafter Premiere schließlich, das Programm einzustellen und sich zukünftig wieder stärker auf sein Kerngeschäft Pay-TV zu konzentrieren.

Die Entscheidung war in ihrer Tragweite überraschend, da noch am Vortag ein normaler Sendetag produziert und für den nächsten Arbeitstag geplant wurde. Alle Mitarbeiter des Unternehmens haben noch am Tag der Bekanntgabe ihre Kündigungen erhalten. [Q]

Another on bites the dust. Yeah, whatever.

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Back in the U.S.S.R.

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Einen schönen Sonntags saß ich im Bademantel am Küchentisch, genoss meine Frühstückseier mit Toastbrot und zappte mich durch das Vormittagsprogramm, bis ich auf Vox einige sehr vertraute, geometrische Formen erblickte. „Oh mein Gott, Tetris!!!111einself“, durchzuckte es mein Gehirn und so sah ich mir eine wundervolle BBC-Dokumentation namens „Tetris – Liebesgrüße aus Moskau“ über herabfallende Steine, Lizenzstreitigkeiten, den wahrscheinlich größten Pechvogel aller Zeiten, Atari, Kommunismus, Nintendo, der erfolgreichen Geburt des Gameboys und der Puzzlespiele im Allgemeinen an. Zwei Löcher jedoch ärgerte ich mich in den Bauch: Eines dafür, dass ich den Anfang verpasst hatte und ein anderes dafür, dass keine Spieleseite, die ich damals las, auf diesen geilen Wirtschaftskrimi aufmerksam gemacht hat. Hätte ich bloß damals Demonews abonniert…
Im Netz war auf den einschlägigen Videoseiten nichts zu finden. Ein Torrent gab es zwar, aber Torrents sind doof, umständlich und haben diesen unangenehmen, illegalen Geruch an sich. Jedoch hat endlich, endlich, endlich jemand diese Doku auf Google Video hochgeladen.

Yippeyayee! Darauf ein russisches Volkslied!

[Mit großen Dank an die Fünf Filmfreunde.]

Anti-Fernsehtipp für alle Österreicher

Morgen, den 30. Oktober, läuft um 20:15 Uhr auf ORF1 die skandalöse und zum Haare raufende Videospielfolge von CSI Vice City CSI Miami. Angucken und den Kopf regelmäßig gegen einen harten Gegenstand schlagen.

Das C.S.I.-Team bekommt es mit einem mysteriösen Banküberfall zu tun. Nach und nach entdeckt Horatio die Logik des Falls: Offensichtlich stellen gelangweilte Studenten ein blutrünstiges Videospiel nach.

Brrr, fürchterlich!

Zweifellos Dummer Fernsehsender

Ich habe einen langen Arbeitstag hinter mir. Ich bin müde, ich bin kaputt. Bevor ich heute abend in „Tron 2.0“ die (Computer-)Welt rette, entschließe ich mich noch etwas im Netz zu surfen. Doch dann kommt plötzlich das ZDF vorbei und bringen mich mit ihren Geschreibsel zum Weinen. Ich fühle mich unverstanden, wiederum verstehe ich das ZDF nicht. Was haben diese Leute gegen die USK? Jahrelang fehlte es in Deutschland an einen verbindlichen Altersfreigabe-System, so wie es die FSK bei Videos und DVDs gibt. Damals konnten sich die Kids entweder jedes noch so gewalttätige Spiel ohne Einschränkung kaufen oder es wurde indiziert und nur noch unter der Ladentheke verkauft, was fast einem Verkaufverbot nahe kam. Erst musste ein Junge an einen Gymnasium Amok laufen, damit die USK verbindlich wurde. Die Spieler freuten sich, weil die Gefahr sich verringerte, dass ein Titel indiziert wird, die Eltern freuten sich, dass sie endlich eine zuverlässige Hilfe beim Einkauf bekommen haben und die Politiker freuten sich, weil sie mal was geschafft haben. Und nun hackt das ZDF schon wieder auf der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle herrum, hetzt die Politiker mit gefährlichen Halbwissen auf die USK und zitiert Packungsrückseiten von Spielen, die eh kein Schwein spielen will. Und ausgerechnet „San Andreas“ wird als Prügelknabe herangezogen, wo das Spiel doch gegen den hirnlosen Klon „Saint’s Row“ wie ein braves Muttersöhnchen wirkt.

Aus unserer Sicht ist völlig klar, dass eines der populärsten Spiele unter zehnjährigen, ‚GTA San Andreas’, überhaupt nicht auf den Markt dürfte.

WTF?!
Das Spiel ist erst ab 16, ihr… ihr… Argh! Rainer Fromm ist so ein Möchtegern-Bild-Redakteur, verdammt!

Etwaige Grammatikfehler bitte behalten. Wie gesagt, ich bin müde, ich bin kaputt und wieder mal verdammt enttäuscht vom ZDF.

Update 25.10.
Die Kompetenz-Monster von d-frag haben über diese Sache deutlich mehr und bessere Worte gefunden. Lese-Befehl!

Verpenntes Update 29.10.
Hier der Beitrag aus der „Aspekte“-Sendung zu dem besagter Artikel gehört. Und hier der Balsam für unsere geschundenen Seelen (Bitte nicht böse sein, GameStar).

Fernsehtipp aus der verbotenen Zone

„S.T.A.L.K.E.R.“ ist schon seit Ewigkeiten in der Entwicklung und nur der Duke braucht länger. Das Spiel um die radioaktiv verstrahlte Zone von Tschernobyl soll angeblich im ersten Quartal 2007 erscheinen. Grund genug, um heute Abend um 22.40 Uhr Arte einzuschalten und sich „Stalker“ anzusehen, die Verfilmung des Buchs, das die Inspiration für das Spiel lieferte.

Some terminology of the game (“The Zone“, „Stalker“) as well as the background idea is borrowed from the popular science fiction book Roadside Picnic by Boris and Arkady Strugatsky. (Wikipedia)

Schleichwerbung

Heute morgen beim Zappen auf „Adelheid und ihre Mörder“ gestoßen und sich das ganze mal wieder angesehen. Dabei wieder mal eine GameStar auf den Tisch von Adelheids Mutti gesichtet. Sich gefragt, ob die Mutti in ihrer Bude einen N64 versteckt hat. Oder ob der Requisiten-Heini ein GameStar-Fan war. Oder wieviel Kohle IDG damals gezahlt hatte. Sehr kurios das Ganze.

Hallo Videospiel! Hallo Mainstream! Darf ich euch miteinander bekannt machen?


Wieder einmal lautet die Frage: Sind Videospiele im Mainstream angekommen? Wenn man auf die „Spike Video Game Awards“ rüberschielt, so möchte man nur noch überwältigt „Ja“ flüstern. Samuel L. Jackson ist Host einer Show, die mehr Kategorien hat als „Antigames“. Mr. Pulp Fiction ist nicht der einzige Superstar bei dieser Preisverleihung. Promis wie Missy Elliott, Natasha Bedingfield, Snoop Dogg, die Red Hot Chili Peppers, Xzibit, Vin Diesel, Ozzy Ozbourne, Kiefer Sutherland und Jack Black geben sich die Klinke in die Hand. Aber ob die Gäste überhaupt Ahnung von Videospielen haben ist fraglich. Das gecastete Publikum und der rote Teppich machen keinen guten Eindruck. Das flaue Gefühl im Magen wird dann durch die nominierten „Fantastic4“, „50 Cent Bulletproof“ oder „True Crime 2“ und die Kategorie „Cybervixen of the Year“ verstärkt. Jedoch gefällt mir das optische Drumherum, welches gut mit einer anderen, bekannten Award-Show mithalten kann.

Zwar sind die VGAs ein gut gemeinter Schritt, um Games Teil des Mainstreams werden zu lassen, doch den „meisten von uns beschleicht [immer noch] ein merkwürdiges Gefühl, wenn wir in einem Kaufhaus eine junge Mutter beobachten, die ihrem vierjährigen Kind die Knöpfe einer PSP erklärt.“, so schreibt die Edge. Hoffentlich kann, neben einer gesunden und positiven Medienpräsenz, eine kleine Revolution mithelfen, Spiele endlich gesellschaftsfähig zu machen.

P.S: Wieso habe ich von dieser Show noch nie was gehört?

Alles Gute, nachträglich

Ohauehaueha!

Fast hätte ich vergessen noch einen Totgesagten zu gratulieren, der neben GameStar feiern durfte. Giga zelebrierte nämlich gestern (also noch bis vor ca. einer Stunde) ihren 7. Geburtstag. Viele alte Gesichter hat man wieder gesehen, sich über die gute, alte Zeit unterhalten und ich mich zum ersten Mal vor dem Stream geqäult.

Happy Birthday zu sieben Jahren, wenn auch etwas verspätet.

Ein historischer Tag

Als erste deutsche Privatsender (im Free-TV) starteten heute Pro Sieben und Sat.1 auf den Müchner Medientagen ihr HDTV-Programm. Rückendeckung bekamen sie vom Sony-Chef Deutschlands, der auch gleich die Gelegenheit nutzte und die PlayStation 3 anpries. Nebenbei durfte Stoiber das Knöpfchen drücken – das konnte ja nichts werden. Die HDTV-Revolution begann somit auch mit einem merkwürdigen Trailer: Szenen aus Terminator, 3 Engel für Charlie, Men In Black, Star Trek, Spiderman, Fußballspielen und Dokus, unterlegt mit der Musik aus Terminator und Harry Potter und dabei noch die grausigsten Szenen ausgewählt. Nebenbei wird auch noch ins Leere gesendet, da es an tauglichen Settopboxen fehlt. Hurra, HDTV wird Scheiße!

Aber ich will nicht alles mies reden, denn G.T.A. startet hiermit auch in die High-Definition-Zukunft. Man kann uns nämlich auf PAL-, NTSC und HDTV-Fernsehern anschauen und auf PC-Monitoren ab 800×600. Und auch auf Handys, Wäschetrocknern, Föns, Sportschuhen, Tannenbäumen und Schulbänken. Einfach unsere Seite ausdrucken, auf den Gegenstand kleben und behaupten, dass wäre HDTV. Der Qualitätsunterschied zur Schwarzweiß-Glotze ist enorm!

Heute hat auch die Bundeswehr einen Grund zum Feiern. Die wird nämlich 50 und somit solltet ihr euch alle die „Medal of Honor 2005 – Die WM-Qualifikation“-Demo „Call of Duty 2“-Demo herunterladen, damit ihr alle kleine, tapfere Soldaten werdet. Es ist zwar noch der gleiche, überflüssige Weltkriegs-Shooter, aber hey, die Grafik sieht jetzt geil aus!

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