Manchmal ist eine Nachricht in Wirklichkeit keine Nachricht, sondern Bullshit.

GTA IV soll durch die „Tötungstaktik al-Qaidas“ inspiriert sein. Als nächstes wird noch behauptet, dass Videospiele Amokläufe verursachen. Äh, Moment mal…

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  1. Gravatar

    Ockham

    Man muss ein Herstellungsverbot für solche Terrorspiele erwirken!

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    achja, es ist immer schön zu sehen wie die medien manche projekte(games) runter machen, einerseits pusht das ganze bissel die verkaufszahlen aber anderseits werden die games dann indiziert, ich find solche vergleiche schwachsinnig….

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    Wha ha ha ha! Natürlich, durch al-Qaida inspiriert.

    Aber jetzt mal im Ernst. Wurden Werke der Kunst, egal ob Bücher, Filme, Gemälde, Musik oder auch Games, nicht von jeher an durch die Realität inspiriert, und waren sie nicht schon immer bis zu einem gewissen Grad ein Spiegelbild dieser? Angesichts dessen scheint der “Vorwurf” sogar noch lächerlicher.

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    Stefan Kreuzlicher

    Ich muss täglichen kotzen, wenn ich die jugenlichen Proleten in den öffentlichen Verkehrsmitteln über GTA IV labern höre… Mit Ihren 15 oder 16 Jahren dürften sie das Spiel überhaupt nicht sehen, doch sie sind scheinbar die Zielgruppe… Reden die ganze Zeit darüber, “Nutten zu klatschen”, “Autos zu klauen” und “Gangster zu werden”… Und überlegen, wie sie das in der Realität hinkriegen könnten…

    Da sage noch einer, Computerspiele hätten keine Auswirkung auf die Realität… Solche Spiele wie GTA müssten absolut verboten werden!!!
    Gesunde Erwachsene interessieren sich nicht für solche Games, und für unter 18 Jährige ist es ja wohl unbestritten schädlich… Doch dies ist zu 90% die Zielgruppe…

    Ich muss kotzen!

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    Gesunde Erwachsene interessieren sich nicht für solche Games? Aber Herr Kreuzlicher, meinen Sie wirklich, dass die sechs Millionen Stück von GTA IV, die in der ersten Verkaufswoche über den Ladentisch wanderten nur von pubertären Nachwuchsgangstern gekauft wurde? Bin ich als GTA-Spieler plötzlich ein ungesunder Erwachsener, der in eine Psychiatrie eingewiesen werden sollte? Meinen Sie Verbote sind für alles eine Lösung? Ich bin froh, dass ich (noch nicht) in einen Zensur-Staat lebe und mir als erwachsene Person noch selber aussuchen darf, welche Unterhaltungsgüter ich konsumiere, egal wie diese (augenscheinlich) menschenverachtend seien.

    Aber den Eltern der Kinder sollte man gehörig eine klatschen, anscheinend interessiert es die nicht die Bohne was ihre Kids da so spielen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr PlayStar (noch ein wenig verwirrt durch ihren Kommentar und “Stadt der verlorenen Kinder”, welches gerade auf Arte lief. Toller Film!)

    P.S.: Hach, Sie sollten dennoch einmal GTA IV spielen, trotz ihrer Abscheu gegen dieses Spiel. Ich sage Ihnen, die Story, die Story ist einfach wunderbar! Ein osteuropäischer Emigrant, der am Ende erkennt, dass all das Morden und Töten völlig sinnlos war und ihn nur seine liebsten Menschen genommen hat.

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    Herr Kreuzinger, ich sehe gerade, dass Sie auf eine spiele-affinen Blogs öfters mal spiel-ablehnende Kommentare hinterlassen. Sehen Sie, jeder Mensch hat eben unterschiedliche Interessen und Ansichten, wie man seine Freizeit gestaltet. Mit ihren Erfahrungen in Afghanistan kann ich jedoch nachvollziehen, dass Sie “Killerspielen” ablehnend gegenüber stehen.

    Um nur eines klarzustellen: Wir Gamer wollen keine Menschen töten, Autos klauen oder andere Verbrechen begehen, wir wollen (entschuldigen Sie das Wortspiel) eben nur spielen. How about a nice game of chess?

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    Stefan K.

    Spielen Sie soetwas doch in Gedanken, daß muss reichen. Lesen Sie ein grausames Buch, wenn es sein muss.
    Aber als “Spiel”, “interaktiv” muss es doch wirklich nicht sein…

    Wenn Sie das als “gesunder” Erwachsener Mensch “spielen” wollen, nagut, bitte sehr, ist halt pervers, aber wenn es sein muss. Ihrer Psyche hilft es bestimmt nicht.

    Aber wer schützt die Jugend, verdammt nochmal. Die Eltern nicht. Also bleibt nur noch die “Gesellschaft” in Form Ihrer Vertreung: Der Staat.
    Klar ist das peinlich, aber anders geht es nicht mehr… Haben Sie eine bessere Lösung, als ein Verbot?

  8. Gravatar

    ness

    Dann müsste man auch Alkohol und Zigaretten verbieten (wogegen ich nichts hätte^^), da dort ebenso anscheinend die Eltern versagen…

  9. Gravatar

    “Spielen Sie soetwas doch in Gedanken, daß muss reichen. Lesen Sie ein grausames Buch, wenn es sein muss.
    Aber als “Spiel”, “interaktiv” muss es doch wirklich nicht sein…”

    Nein, möchte ich nicht. Zumindest nicht als Ersatz für das Medium Videospiel. Ich will meine Interaktivität haben, ich will eben die erzählerischen Elemente erleben dir mir in dieser Form einzig allein nur das Videospiel bietet und kein anderes Medium sonst. Ja, ich will Töten, Morden, Schlachten schlagen, über Völker herrschen, neue Welten entdecken, in neue Identitäten schlüpfen, all diese zahlreichen Abenteuer erleben, will mein Doppelleben bis zum allerletzten Healthpoint auskosten. Endlose Möglichkeiten, egal ob gewaltlos oder als eiskalter Killer. Wo sonst, außer im echten Leben, kann ich solche Entscheidungen treffen?
    Bin ich deswegen pervers oder doch nur ein Mensch? Sind Cineasten und Bücherwürmer so anders als ich? Diese erfundenen Polygon-Welten, das ist mein Zuhause, mein Doppelleben.

    “Haben Sie eine bessere Lösung, als ein Verbot?”
    Aufklärung, Aufklärung und nochmal Aufklärung. Von staatlicher Seite aus und auch von Seiten der Spielendustrie. Mehr Seiten wie GameParents bitte. Sie haben die Tatsachen erkannt, mit ihren Kindern GTA gespielt und das Wichtigste getan: Darüber geredet. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, das ist angewandte Medienerziehung.
    Man kann nicht oft genug erwähnen, dass Deutschland eines der strengsten Jungendschutz-Gesetze der Welt hat. Seit einigen Jahren existieren endlich verbindliche Alterskennzeichen, wie es diese schon lange bei Video und DVD gibt. Spiele können trotzdem immer noch beschlagnahmt und indiziert werden. Unsere Jugend wächst, so möchte man meinen, in Zuckerwatte auf, abgeschont von jeglicher Mediengewalt.
    Im schlimmsten Fall hilft, wie auch in der Vergangenheit, (Comics, Rock, Techno, Jugendkultur, Jugendkultur, noch eine Jugendkultur) nur ein Generationwechsel und ich werde mich als greiser Mann wohl wiederum über ein neues mediales Übel aufregen.

  10. Gravatar

    Wer Verbote tatsächlich für eine Lösung hält, hat absolut keine Ahnung von Erziehung und kann sich, aber das nur nebenbei, wohl auch nicht mehr an seine eigene Kindheit erinnern, denn Verbote reizen erst recht.

  11. Gravatar

    Thomas R.

    Wer gleich zu Diskussionsbeginn die geistige Gesundheit seines Gegenübers in Frage stellt, sollte sich Gedanken über seine eigene machen.

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