Bonus Item: Do-Re-Mi

Bonus Item

Mi, nicht zu verwechseln mit „Monkey Island“, hält einen zwar nur etwa fünf bis fünfzehn Minuten bei der Stange und besonders viele Möglichkeiten der Interaktion stehen einem darin leider auch nicht zur Verfügung, doch trübt dies den Spaß am Spiel in keiner Weise. Im Gegenteil, die Schlichtheit gehört zum Konzept und steht „Mi“ ausgezeichnet. Die Eingabemöglichkeiten beschränken sich auf die beiden Mouse-Buttons und auf dem Screen bietet sich stets das gleiche Bild, bestehend aus schwarz-grauen Zahnrädern, weißen, an Zellen oder Kleinstlebewesen unter dem Mikroskop erinnernde Gebilde und ein heller Kreis. Die rotiertenden Räder, man ahnt es, zerstören beim Kontakt die kleinen Blasen, von denen ein Exemplar immer den weißen Zielkreis erreichen muß. Der Clou des Spiels ist, daß man die Bewegung der Zellen nur indirekt kontrollieren kann, indem man den linken Mouse-Knopf klickt und sie sich in zwei Hälften teilen, die mit erhöhter Geschwindigkeit in verschiedene Richtungen fliegen. Mit dem rechten Knopf setzt man, falls man sich in eine Sackgasse maneuvriert hat, das Level zurück. (via)

Screenshot – Mi

Da wir gerade bei One-Button-Games sind… Canabalt! Dieses Flash-Spiel dürfte zwar jede Person, die auch nur das geringste Interesse an Freeware- und Browser-Spielen hat, bereits kennen, falls es aber doch einen Menschen geben sollte, der oder die darum einen Bogen gemacht hat: Großer Fehler. „Canabalt“ ist chic, schnell und süchtig machend.Links sieht man eine kleine pixelige Person, die durch drücken der X-Taste von einem Hochhaus-Dach zum nächsten springt, und das immer schneller und schneller – Sofern sie nicht mit achtlos auf dem Boden liegen gelassenen Bürostühlen, Kisten oder vom Himmel fallenden Flugzeugturbinen zusammenstößt und Geschwindigkeit oder, im schlimmsten Fall, Leib und Leben verliert. Leider ist nicht nur das Prinzip des Spiels, sondern auch seine Ausstattung minimalistisch: Es gibt zu wenige und zu wenig herausfordernde Gebäudetypen. Ein weiterer Wermutstropfen ist das Verhalten von „Canabalt“, wenn man auf eine Kiste trifft. Dann verliert man an Geschwindigkeit, was in Ordnung ist; es fehlt jedoch die Konseqenz, da sich automatisch auch der Abstand zum nächsten Haus verringert, sodaß ein Fehlverhalten des Spielers oder der Spielerin in diesem Fall nicht bestraft wird. Dies ist doppelt traurig, denn das Spiel (wie auch die musikalische Begleitung dazu) schreit gerade zu nach Action und Speed. Innerhalb weniger Augenblicke ist sein Blick starr auf den rechten Bildschirmrand gerichtet, weil man sonst einfach keine Chance hätte, auf die heran rasenden Hindernisse zu reagieren. Im besten Fall beginnt man erst nach einer langen Minute oder zwei das Spiel nach einem Absturz von Neuem. (via)

Screenshot – Canabalt

Bei Hypnotic Discotheque Fascination, einem etwas älteren Flash-Spiel aus der Hand der von Mr. Bounce bekannten deutschen Entwickler „Pixelate“, spielen Minimalismus (obgleich die Steuerung mit zwei Tasten doppelt komplex ist), Geschwindigkeit und Musik ebenfalls eine tragende Rolle. Ähnlich wie bei Audiosurf (oder, wem dies kein Begriff ist, meinetwegen auch wie in „Guitar Hero“) erscheinen Symbole am oberen Bildschirmrand, die es mit Hilfe der Pfeiltasten einzusammeln gilt, bevor sie am unteren Ende wieder verschwinden. Währenddessen hört man einen einfachen Loop, der im Vergleich zum Geschehen auf dem Screen sogar relativ entspannt daher kommt, denn wendet man seinen Blick kurz vom Spiel ab, sind bereits genau so viele v-förmige Objekte ins Leere gerauscht, wie man in der gesamten Zeit davor bereits angehäuft hatte. Das gilt es zu verhindern, da einem jeder verlorene Punkt vom Konto wieder abgezogen wird und ab einer gewissen Punktzahl eine der vier Tonspuren des aktuellen Stückes/Levels dazu-, beziehungsweise abgeschaltet wird. Streß pur, aber dennoch großartig.

Screenshot – Hypnotic Discotheque Fascination

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