Bonus Item: Gute Radschläge

Wer sich nach Adventure-Spielen verzehrt und von Telltale-Titeln erst einmal die Schnauze voll hat, muß sich derzeit arg gebeutelt vorkommen. Zumindest ich habe außer dem Monkey Island-Remake und dem erneut verschobenen The Whispered World (davon hätte ich jetzt wirklich gern ein Exemplar) zur Zeit nichts anderes auf dem Schirm. Doch zum Glück kann das Flash-Spiel mit dem Namen Little Wheel Abhilfe schaffen, wenn auch nur für kurze Zeit. Einfach alles außer der kurzen Spielzeit ist charmant: Der ansprechende Scherenschnitt-Stil, die geschmeidigen Animationen, die einfachen Rätsel ohne einzusammelnde Gegenstände und die Geschichte der tollpatschigen kleinen Arbeits-Roboter, die über das Stormkabel zu ihrer zentralen Versorgungs-Einrichtung gestolpert sind und so der ganzen Welt das Licht ausgeknipst haben. (via)

Das Flash-Spiel Protonaut (Tagline: „A game about chemicals?“ – Damit hat es überhaupt nichts zu tun, nur einige der Levels erinnern entfernt an chemische Verbindungen) befindet sich noch im Alpha-Stadium, es kann also durchaus verkommen, daß es plötzlich „Puff“ macht und sich alle Spielelemente in Luft auflösen, aber es sieht jetzt schon zum Weinen schön aus. Außerdem liegt Protonaut auch ein ansprechendes Konzept zugrunde. Die abstrakte Spielfigur hüpt, um eine bestimmte Anzahl von Items einzusammeln, nicht nur auf einfachen Plattformen herum, sondern auch in komplizierten Gebilden, die in sich zusammenfallen, falls man sie von der falschen Seite angeht, Seilbahnen, Wippen & Co. Wenn da noch mehr interessante Level hinzu kämen. könnte das Spiel ein großer Erfolg werden.

Ich weiß nicht recht, was ich von Flashbangs Praxis, alle acht Wochen ein neues Blurst-Game zu veröffentlichen, halten soll. Ich bin ein großer Fan von Splume, Off Road Velociraptor Safari und Paper Moon, aberein paar ihrer kürzlich erschienenen Titel, Blush und aktuell Crane Wars, gefallen mir nicht mehr so gut. Die Idee, einen von zwei konkurrierenden Kranführern auf einer Baustelle zu spielen, hört sich zwar ganz gut an, aber an der Ausführung hapert es noch, denke ich. Es ist einfach schade, daß es so schwer ist, die gegnerischen Häuser mit Fertigbauteilen und LKW zu treffen und immerzu gegen Computergegner zu spielen, ist auch nicht gerade sehr aufregend.

An Facewound wurde, unter anderem von Garry Newman (bekannt durch Garrys Mod), schon im Jahre 2004 herumgewerkelt. Eigentlich sollte es irgendwann eine kommerzielle Veröffentlichung erfahren, aber wenn man sich den derzeitigen Stand des Projekts ansieht, erkennt man, daß darin noch eine Menge Arbeit hätte fließen müssen. Äußerlich sieht es mit Shader- und Ragdoll-Effekten phänomenal aus. Nur das Spiel an sich, ein zweidimensionaler Zombie-Shooter, fühlt sich etwas holprig an, ist aber dennoch einen Versuch wert.

Final Invader (Download) ist auch schon etwas älter und gewann den zweiten Platz der Free-Basic-Compo 2007. Es geht darum, daß ein einzelner Space Invader den ewigen Kampf gegen die Erdbewohner leid ist. Er schlägt sich auf die Seite der Menschen, stiehlt die geheimen Pläne für eine Superwaffe und muß in einer Art umgedrehtem Ice Climber-Spiel den Wachen der Invasoren aus dem All entfliehen.

Cat Cat Watermelon – In 20 Levels Katzen, Wassermelonen, Geschirr und andere Früchte über einander stapeln. Das ist nichts für Choleriker (es sei denn, Kätzchen mit großen Augen und Köpfen können ihr kaltes Herz erwärmen), aber Meditations- und Yoga-Freunde dürften sich für etwa eine halbe Stunde gut unterhalten fühlen. (via)











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Rhodok
Yeah, Little Wheel! Feines kleines Spiel. Hat mir die Indie-Szene schmackhaft gemacht, in der nicht nur alte Klassiker in neuen Hüllen präsentiert werden.
Jun 17th, 2009
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