Lord British hebt ab
Damals, 1999, hätten die meisten Spieler Richard Garriott am liebsten in eine Rakete gesteckt und für immer von diesen Planeten gepustet. Beim Release war Garriotts „Ultima IX“ unglaublich verbuggt und auf damaliger Hardware kaum spielbar. Trotz dieses Debakels machte die Ultima-Reihe ihn zum Multimillionär. Ultima prägte bedeutend die westlichen Rollenspiele und (das heute immer noch laufende) Ultima Online gilt als der Urvater von „World of WarCraft“ und zahlreicher anderer Online-Rollenspiele (wenn man mal von den MUDs absieht).
Garriott genießt sein Leben abseits der Spiele als passionierter Entdeckungsreisender in vollen Zügen:
Er ist bereits auf den Boden der Tiefsee getaucht, er hat die Antarktis auf der Suche nach Meteoriten durchmessen und ist mit einer MIG an die Grenze zum Weltall geflogen. (Q)
Auch aus dem Spielegeschäft hat sich der Mann nicht verabschiedet; im letzten Jahr veröffentlichte er mit „Tabula Rasa“ ein weiteres MMORPG.
Nun fliegt Lord British wirklich in’s All und folgt damit den Weltraumtouristen, die die Firma „Space Adventures“, in dessen Aufsichtsrat er sitzt, seit 2001 in die Schwerelosigkeit schickt. Nein, ein wütender Mob von Spielern hat ihn nicht in die Sojus-Kapsel gestopft, tatsächlich hat sich er dieses Abenteuer mit dem Hauptteil seines Vermögen selbst finanziert (angeblich soll diese Reise ihn 22 bis 30 Millionen kosten). Der Erfinder von Ultima erfüllt sich damit einen langjährigen Traum, schon sein Vater Owen Garriott hat zwei Raumausflüge auf seinem Konto: 1973 lebte er für 59 Tage in der US-Raumstation „Skylab“, 1983 war er zehn Tage mit dem Space Shuttle „Columbia“ unterwegs. Es ist eine Premiere der besonderen Art, noch nie zuvor ist der Sohn eines US-amerikanischen Astronauten in die Fußstapfen seines Vaters getreten.
Garriott wird am Dienstag auf der ISS erwartet, wo ihn Sergej Wolkow empfangen wird, der als erstes Raumfahrerkind seit April auf der Raumstation arbeitet. Sergejs Vater Alexander war zwischen 1985 und 1992 bei drei Flügen insgesamt 391 Tage im Weltall. Garriott freut sich auf die Begegnung mit Wolkow und hofft genügend Zeit zu haben, um sich mit ihm ausführlich austauschen zu können. Auch wird der Spieledesigner an einigen Experimenten teilnehmen, wie Untersuchungen am Immunsystem, dem Schlafverhalten von Astronauten,
Ich wünsche Richard Garriott alles Gute auf seinen Weltraumausflug und frage mich was ich ihm nun für seine Rückkehr auf die Erde spielen soll: „Spaceman“ von Babylon Zoo oder „Out of Space“ von Max Romeo?
Quellen: GameStar.de, Spiegel Online, Die Rheinpfalz (Online und Offline), Wikipedia, richardinspace.com
Außerdem:
- Am 21. November werden in Berlin die ersten MTV Game Awards stattfinden und live im Fernsehen übertragen. Tut mir einen Gefallen und votet bitte alle für den Weighted Companion Cube als „Bester Nebendarsteller“!
- Don’t Shoot The Puppy ist das härteste Spiel der Welt. Ernsthaft. [via]










7 Kommentare, Kommentiere oder Ping
Kreon
Dont shoot the Puppy ist genial :D
Okt 13th, 2008
ness
Hab jetzt schon zig mal bei den MTV Game Awards gevoted, und natürlich immer auch für den Companion Cube^^. Aber auch für Okami beim besten Look =).
Okt 15th, 2008
ness
@ Don’t Shoot The Puppy: Das erste Level hatte ich ein paar mal probiert, bevor ich erstmal dahinter gekommen bin^^. Dann war noch das 3. Level ziemlich gewitzt, aber danach bin ich durch bis zum letzten Level =).
Okt 15th, 2008
MasteRehm
Er hat doch auch irgendwelche Tabula Rasa Inhalte mit ins Weltall genommen, oder? Ich weiß bloß nicht mehr zu welchem Zweck…
Okt 28th, 2008
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