Chiptunes-Bands mit schwierigen Namen

…gibt es bestimmt mehr, als mir spontan einfallen wollen. Aber „Anamanaguchi“ ohne Fehler auszusprechen oder gar zu schreiben, klappt bei mir selten und gerade eben musste ich den Namen wieder mal korrigieren. Amagauchi Anaguchi Anamanaguchi kennt man spätestens als die Lieferanten des Soundtracks zum tollen (aber ultraschweren!) Scott Pilgrim-Spiel.

Nun wurde die Band mit dem unmöglichen Namen von La Blogotheque zu einer ihrer berühmten Take Away Shows (Mehr oder weniger berühmte Musikanten stellen sich auf die Straße, geben ein oder zwei Ständchen, beglücken die anwesenden Passanten und werden dabei von Blogotheque gefilmt) in Toronto eingeladen und haben auch ihren gemoddeten NES mitgebracht (Bonuspunkte für den PS1-Bildschirm). Ich fordere: Mehr Chiptunes-Bands mit echten Instrumenten!


(VimeoDirektStrassenmusikanten)

Den gespielten Song „Airbrushed“ kann man sich hier oder als Teil des aktuellen Singles-Projekt runterladen.

Wer mehr Amanguchi Anamanaguchi hören möchte, der kann sich deren erstes Werk „Power Supply“ und diverse andere Songs runterladen oder kann gar deren letztes Album „Dawn Metropolis“ käuflich erwerben.

Videogame Lyrics #1

Sorry, I can’t afford a Ferrarri,
but that don’t mean I can’t get you there.
I guess he’s an Xbox and I’m more Atari,
but the way you play your game ain’t fair.

Ceelo, „Fuck You“

Die Videogame Lyrics sind eine von den Toten wiederauferstandene Kategorie aus meinen alten, nicht mehr existierenden weplaythis-Blog. Das Foto im Banner stammt von der New York Public Library.

Der heilige Gral der Videospiele

Ein Mann ist auf der Suche nach dem Citizen Kane* der Videospiele. Quintin Smith verlässt sein gemütliches London, wo er normalerweise für Game Set Watch, Rock Paper Shotgun und dem Escapist schreibt, und begibt sich ins fiktive Language City, um vier weise Meister zu treffen und den heiligen Gral der Videospiele zu finden.

To my left was a twenty-foot tall Harman Smith from Killer 7, wheelchair and all. Facing him across a plaza was a similarly-sized female figure- the spindly form of Aeris, of Final Fantasy VII fame. And beyond them were more statues, far too many, stretching off to the distance. At a glance I recognised Sparkster the Rocket Knight, Neku from The World Ends With You, Samus, even the protagonist of Shadow of the Colossus with his sword held high above his head.

Wheeling like a man under attack, I spun around and looked up at the biggest structure of all. A neat staircase, six feet across and ladder-like in its intensity that went lunging skywards towards a van-sized head of some kind. The head was still covered in scaffolding, but after a couple of shaky steps in its direction I began recognising the eyes, the ears, the beanie. It was Parappa the Rapper.

Journey of Saga, pt. 1
Journey of Saga, pt. 2
Journey of Saga, pt. 3
Journey of Saga, pt. 4

*Wieso suchen alle so verzweifelt nach einem interaktiven Gegenstück zu diesem uralten Film? Okay, er war für damalige Verhältnisse ausgesprochen innovativ und wird von vielen Kritikern als der beste Film aller Zeiten angesehen, aber – vedammichnochmal – er ist gemessen an den heutigen cineastischen Standards ein langweiliger Schnarchbeutel. Ja, steinigt mich oder beweist mir das Gegenteil.

(via; Bild von Wikipedia)

Freezecam: Die ewige Kunstdiskussion

…und die sich aufdringende Frage, ob Marios Geschlechtsumwandlung nicht hätte besser ablaufen können. Hoffentlich sieht das nicht Roger Ebert.

„Mario Lisa Exhibition“ von Josh Mirman, der nun auch bei 4 color rebellion schreibt, dort in seinem ersten Artikel verrät, dass er an GTA IV mitgearbeitet und der auch die ganz furchtbaren „Punks & Nerds“ gezeichnet hat, die ich tatsächlich mal eine Zeit lang gelesen habe. Man sieht sich immer zweimal im Leben.

Freezecam: Die glorreiche E3 2010

Die Highlights der E3 2010, auf einem Bild vereint.
Wer alle erkennt, bekommt ein Extraleben.

„Very excercise, very E3″ von Junkboy.

[via]

Weise Worte

Eskil Steenberg, Entwickler von „Love“, spricht (wieder) weise Worte und behandelt das Thema virtuelle Gewalt:

Have you ever seen a real street fight? The sound of fists hitting flesh is eerily muted. You are immediately struck by how its nothing like in a video game or a film. Have you ever been present when some one dies? Have you ever been in the same room as a relative who just passed away? You may have waded your way through mountains of rag-dolled bodies in games, but It wont have prepared you one bit.

Über American McGee kommt folgendes Zitat aus einer Buchkritik zu „Extra Lives“ von Tom Bissel:

If photographs are “experience captured,” in Susan Sontag’s phrase, then video games are experience created. The medium can be so engaging, so addictive — Bissell compares playing games to his time using cocaine — that many game makers get away with fiction that makes Stephenie Meyer “look like Ibsen.” A novel or a movie that is poorly written is relatively easy to abandon. Well-designed games that feature bad writing “do not have this problem,” Bissell notes. “Or rather, their problem is not having this problem.”

Und wer richtig viele weise Worte zum Thema Videospiele lesen möchte, kann seit neuesten „This Gaming Life“ von Jim Rossignol nun auch online lesen.

(Foto von Noah Kalina.)

Freezecam: Ein Universum, zwei Spiele

Ich glaube die Überschrift ist ein potenzieller Spoiler. Ups.

(Hoffentlich gibt’s auf der E3 neues zu Half-Life, egal ob es letztendlich „Half-Life 2: Episode 3″ oder gleich Half-Life 3 wird.)

„Awesome-life 2, High-fives-ville“ von Michael Rapa

[via]

Es dreht sich wenig um den Kern, mehr um Beta Keys.

Heute nachmittag startet endlich die Multiplayer Beta von Halo Reach. Ich selber bin auch schon ganz hibbeling, obwohl ich noch vor ein paar Jahren schulterzuckend den Tag anderweitig verbracht hätte (Wir erinnern uns?). Mittlerweile bin ich selber so etwas wie ein kleiner Halo-Fanboy geworden, den es immer wieder in den Halo 3 Multiplayer zurückzieht, obwohl ich momentan abnorm viel Battlefield Bad Company 2 spiele.
Ein wenig mache ich mir Sorgen, dass ich vielleicht doch nicht heute mitspielen könnte. Blöderweise habe ich mein „Halo 3: ODST“ verliehen, mit dem man ja eigentlich Zugang zur Beta hätte. Jedoch bekommen einige Halo 2-Spieler separate Codes für ihre Treue und auch ich soll noch einen bekommen. Nur ist irgendwie unklar, wann diese Codes eintreffen und so muss ich mir im schlimmsten Fall ODST wieder von einen anderen Freund ausleihen. Tsss, verrückt!

Aber das war auch schon am Wochende ein Theater mit Halo Reach und Beta Keys. Am Freitag ist nämlich schon eine Vorabphase der Beta gestartet für Freunde und Familie von Bungie, Presseleute und anderen glücklichen Menschen. Codes wurden über Twitter und anderen Seiten verteilt und bevor man auch nur „Hoffentlich bin ich schnell genug“ denken konnte, war die Codes schon von jemand anderen wieder weggeschnappt.
So sah auch mein Freitagabend aus. Codes hinterherjagen. Für eine läppische Beta eines unfertigen Spiels. Bei den ich eh dran teilnehmen werde. Oh Mann. (Wer übrigens mit mir spielen möchte: Mein Gamertag ist „PlayStar“)

Selbst die Leute, die immer noch Halo 2 online spielen, wurden mit diesen Vorabcodes gelockt, damit sie sich endlich mal aus den alten Servern ausloggen. Moment mal, wurden die nicht abgeschaltet? Äh, nein, noch ein Dutzend an hartnäckigen Fans ist tatsächlich immer noch eingeloggt. Holla, das nenne ich mal loyale Fans.

Zum Schluß noch Erinnerungen an Halo 2 von Bungie, Eurogamer und Forward Unto Dawn und ein schönes Abschiedsvideo:

(Überschrift ist übrigens inspiriert von „Backstagepass“ von Tefla & Jaleel und Dendemann)

Time to say goodbye

Es wird Zeit die Konsequenzen zu ziehen, den einzigen logischen Schritt zu tun. So leid es mir auch tut, aber mit G.T.A. ist Schluß.

Harhar, reingelegt! Ihr hättet aber auch eure Gesichter sehen sollen, köstlich. Ich bin zwar eine schreibfaule Sau, aber bevor dieser Blog dicht macht, da muss mir schon unwahrscheinlicherweise die Lust am Spielen flöten gehen.
Und schön auch, dass Antigames wieder da ist. Über gewisse andere Spiele-Blogs, die dicht gemacht haben, sag ich jetzt mal nichts. Ich war schon immer ein Fan von Anti-Aliasing.

Jedoch hat die Tage etwas ganz anderes Schluß gemacht: Der Live-Service der ersten Xbox ging offiziell am 14. April den Weg alles Sterblichen bzw. so richtig aber erst am nächsten Tag. Schuld daran soll die Friendsliste auf der Xbox sein und ihre Limitierung auf 100 Leute. Also liebe Leute, wer noch Halo 2, Crimson Skies, Conker und all die anderen Multiplayer-Spiele der alten Xbox zu spielen möchte, nun ist es zu spät. Wenigstens hat Bungie ihr altes Spiel in Würde verabschiedet. Hey, vielleicht krieg ich in Halo Reach irgendeine Belohnung für’s Halo 2 zocken?

Außerdem hört auch die beste Videospielsendung der Welt auf. Nein, nicht Giga Games 2.0 alias GameOne, sondern das amerikanische Co-Op bringt am 18. Mai seine letzte Sendung. Nachdem die Macher der glorreichen 1Up Show von ihren Arbeitgebern rausgeschmissen wurden, gründeten die talentierten Burschen mit Area 5 ihre eigene Firma und lieferten unter neuen Namen wieder großartig produzierte Videospielsendungen mit Seele. Das tolle an Co-Op war, dass es, im Gegensatz zu GameOne, weniger auf Blödeleien setzte, sondern sich Zeit für die Spielkultur nahm. Mit wechselden Gästen (Tiff Chow! <3) wurden Spiele abseits von GameStar-Wertungsmüll diskutiert und immer auch Nischen wie Indiespiele, iPhone-Games oder Kunstprojekte vorgestellt.
Doch Area 5 selber wird nicht verschwinden. Man hat Co-Op nur auf Eis gelegt, um sich größeren Projekten zu widmen, wie der wiederauferstanden EGM zum Beispiel. Was auch immer die Jungs in Zukunft abliefern werden, ich bleibe gespannt und hoffe doch auf eine Wiederkehr von Co-Op.

(Bild von shaymus22)

Die Modernwarfarenisierung des Shooters

(Eigentlich hatte ich an diesem Artikel die Lust verloren, aber da zwischen Activision und Infinity Ward momentan sehr hässliche Dinge geschehen, ist das ein guter Grund, dass mal fertigzumachen.)

Nach drei Spielen hatte Infinity Ward die Schnauze voll von Nazis in die Fresse schießen. Nachdem man schon für EA „Medal of Honor: Allied Assault“ entwickelte, machte man sich selbstständig und beglückte Activision mit zwei eigenen Varianten des Zweiten-Weltkriegs-Shooters. Während Treyarch an „Call of Duty 3″ arbeitete und weltweit Spieler mittlerweile nach unzähligen „Medal of Honor“-Teilen auch keinen Bock mehr hatten auf Hitlers Schergen, überlegte sich Infinity Ward wie sie der Reihe neuen Wind geben könnten. Man versetzte die Serie in die Gegenwart, machte den Krieg gegen den Terror als Thema, bastelte ein Spiel zusammen, dass zwar storymäßig Tom-Clancy-Durchschnittskost war, aber sich präsentierte wie Michael Bay auf Speed und lieferte mit „Call of Duty 4: Modern Warfare“ den heißesten Scheiß seit heißer Scheiße ab. Zwei Jahre später  drehte „Call of Duty: Modern Warfare 2″ die Actionspirale weiter nach oben und präsentierte den angeblich größten Launch in der Geschichte der Entertainmentbranche, den bis dato GTA IV inne hatte.

Wo Erfolg ist, da sind auch die Nachahmer nicht weit. Als GTA III damals das Sandboxprinzip zum Erfolg führte, schossen inspirierte Spiele wie True Crime oder Saint’s Row aus dem Boden. Nun sind diesmal Entwickler aller Welt durch Infinity Ward inspiriert. Jeder Shooter, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird „modernwarfarenisiert“ oder als neue Konkurenz zu Modern Warfare angepriesen. Ganz besonders fiel mir das bei den letzten Spike VGAs auf, bei dem neue Trailer schon bekannter oder auf der Preisverleihung angekündigter Titel gezeigt wurden. Egal welchen Shooter man sah, der Einfluss von MW war nicht von der Hand zu weisen.
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