“Shawn was just coming to the part where John Romero is cruelly murdered.”

Gute Videospiel-Literatur ist selten. Die Romane zu Halo, WarCraft und Gedöns sind so schlecht, dass man sie nicht mal als Literatur bezeichnen könnte ohne sich zu schämen. Nein, da wird pures Merchandise und Fanservice zwischen den lapprigen Buchdeckeln gedruckt. Als gutes Beispiel fällt mir nur jPod ein (und die in jeder GEE besprochenen Bücher sind bestimmt auch nicht schlecht).
Gute Videospiel-Literatur, die auch noch kräftig zum Denken anregt, ist sogar noch seltener. D-Frag war damals so eine Anlaufstelle, These Nerds früher auch mal, als man noch mehr Gehirne als Fressen polierte* und momentan liefert Experience Points einen Aha-Moment nach dem anderen.
Videospiel-Literatur mit Hirn, dann sogar noch mit absolut lesenswerten Geschichten abseits jeglicher Reportagen und Spielerezensionen, existierst sowas überhaupt?

Jap, nennt sich „Life Starts Here“ und wird dieses Jahr hoffentlich noch weiter die Hütte rücken. Zwölf Kurzgeschichten will Duncan Fyfe ingesamt auf seinem Blog präsentieren, die sich um Videospiele und ihre Kultur präsentieren. „High Society“, die erste Geschichte, dreht sich um die Game Developers Conference in San Francisco, den fiktiven Spieleentwickler Grant Hayes und den ebenso fiktiven Reporter Henry Rich. Rich verfolgt Hayes eine Woche lang auf der GDC und soll als Spiele-Noob seine Eindrücke in der Vanity Fair niederschreiben. Hayes ist davon nicht wirklich begeistert, denn sein neues Spiel und sein Privatleben stecken in Schwierigkeiten. So versucht der Entwickler den Schreiber öfters abzuschütteln und parkt ihn bei ein paar Kollegen, die die Gelegenheit nutzen und Rich kräftig verarschen:

“Grant,” exploded Rich as Hayes neared the table, “Shawn is telling me about this amazing guy called John Romero. He’s this wild, trash-talking rocker-type guy who runs away from his abusive parents to live with his friends on a boat. And they decide to make a video game, and right there on that boat they make the Doom games. Doom is a huge hit, making Romero a millionaire, and so he retires from games to go into property development. But after a number of years, he gets bored, and so uses his largesse to fund his lifelong dream. He forms a heavy metal band: Red Faction. Did you know about this?”
“Yeah, it was quite surprising when that happened to John Romero.”
“Grant,” said Shawn, “you are so lucky to have this guy who is the epitome of a classic reporter. He really listens and observes the world around him.”

Bin gespannt, ob Fyfe weiter auf diesen Niveau schreiben wird. Apropos: Wer mehr von der Athmosphäre der GDC einatmen will, sollte sich die „Durch die Nacht mit Chris Crawford und Jason Rohrer“ ansehen, dass bestimmt auch in dem Torrentnetzwerk der Piratenbucht deines Vertrauens zu finden ist.

*Obwohl ich zugeben muss, dass ich beim letzten Artikel über „Manchmal ist es einfach notwendig, sich zu sagen: ‚faschistoider Gedankenkitsch ist immer noch viel cooler als Indie-Games, Chiptunes oder die Gee‘“ wirklich gelacht habe. Aber das fällt dann immer noch unter „Fresse polieren und rumtrollen“. Obwohl, na ja, gehört das nicht eben zu These Nerds einfach dazu?

(Foto von TechNopal)

Grind That 2009: So viele Spiele, so wenig Zeit

Das alte Jahr ist rum, das neue ist schon längst da und hiermit gestehe ich: Ich gammele viel zu sehr vor der Xbox rum, anstatt mich um G.T.A. zu kümmern. Seufz. Und dann ist auch noch zwischen den Jahren mein Rechner über den Jordan gegangen. Zählt das als Ausrede? Zumindest spieletechnisch war dieses Jahr eine Bombe für mich: Ich hab mir eine Dreamcast (eigentlich nur wegen Shenmue, aber dann haben sich plötzlich die Spiele vervielfacht…) und später im Jahr sogar endlich eine Xbox 360 geholt. Für letztere gibt’s generell so viele geile Spiele, da kommt man gar nicht mehr hinterher.
Tja, wer soviel zu zocken hat, hat auch viel zu erzählen – Auf zum Jahresrückblick!

Bestes Spiel 2009: Batman Arkham Asylum
Eigentlich würde hier Uncharted 2 stehen, wenn, ja, wenn ich eine PS3 hätte. Hab ich aber nicht und daher ist das beste Spiel, das ich im vergangenen Jahr gezockt habe, der dunke Ritter in der Irrenanstalt.

Bestes Handheld-Spiel 2009: GTA Chinatown Wars
Okaaaay, das ist jetzt etwas peinlich, aber ich hab ganz vergessen mir im letzten Jahr Scribblenauts zu holen. Und Space Invaders Extreme 2. Und Might & Magic: Clash of Heroes. Ich schiebe das wieder auf die Xbox, die mich mit ihrer Grafikpracht abgelenkt hat. Immerhin hab ich mir die ersten beiden jetzt nachgekauft, dennoch bleibt Chinatown Wars das beste Handheld-Spiel was ich im letzten Jahr gezockt habe.
Als ein Teil der Grand Theft Auto-Reihe ist Chinatown Wars im Vergleich zu seinen großen Brüdern ein Spiel, welches ich mit gemischten Gefühle betrachte. Zu langweillig und irrelevant ist die Story und zu großkotzig und unsympathisch ist jeder einzelner Charakter. Doch als ein DS-Spiel und auch als ein GTA rockt es die Hütte.

Bestes Indiespiel 2009: Bit.Trip Beat
So retro und stylisch, dass es das Herz erquickt, lieferten die Jungs von Gaijin Games mit der Bit.Trip-Reihe einige der wenigen Gründen ab für mich dieses Jahr noch die Wii anzuschmeißen. Eine Hommage an die Geschichte der Spielesteuerung, gespickt mit Gastauftritten von Chiptunes-Künstlern, sollte jeder Besitzer von Nintendos Heimkonsole diese Perle unbedingt anspielen. Demo gibt’s auf WiiWare, also – los, los, los!
Aber eine Sache ärgert mich: Wann zur Hölle kommt endlich Bit.Trip Void nach Europa?

Bestes Adventure 2009: Machinarium
So wunderschön wie ein polnischer Zeichentrickfilm und so verträumt wie man es auch von Aminitas Design’s früheren Spielen kennt. Die Jungs und Mädels, die uns schon mit dem beiden „Samorost“-Spielen in großartige Surrealitäten geschickt haben, lieferten mit Machinarium ein Adventure erster Güte.

Bester Soundtrack 2009: Brütal Legend
Ich bin ja eigentlich gar nicht so der Metalfreund. Alles was härter ist als Indierock, verletzt meinen empfindlichen Hörgang und macht mich zu einen weinerlichen, wimmernden Opa. Jedoch entzückte mich die Vorstellung, dass Tenacious D und Tim Schafer gemeinsam an einen Videospiel arbeiten würden, dermaßen, dass ich nichts anderes als ein Überspiel erwartete. Das Ergebniss war zwar letztendlich kein Hochkaräter, doch es war gute, ordentliche und lustige Unterhaltung, dass zwischen all den langweilligen Videospielhelden und der üblichen Klischeegrütze herausstach. Aber es war eben auch kein neues Psychonauts. Schade.
Dafür war der Soundtrack so umfangreich und liebevoll zusammengestellt, der hat dieses Jahr nichts anderes als die Spitze verdient; mit dem Soundtracks von Neotokyo und Let’s Tap direkt hinterher.

Beste Mod 2009: Neotokyo (für Half-Life 2 und andere Source Engine-Spiele)
Ich liebe, liebe, liebe, liebe Neotokyo. Leider waren nicht allzu viele Spiele der gleichen Meinung und daher sind die meisten Server der Mod mittlerweile vereinsamt. Zu kompliziert war diese Multiplayer-Hommage an „Ghost in the Shell“ und „Akira“, zu fordernd war dieses Projekt für die meisten User. Schade, denn wenn man sich einmal in die Taktikshooter-Mechanik reingefuchst und mit den richtigen Leuten gespielt hat, liefert Neotokyo eine Intensität, die man in anderen Ego-Shootern nur selten erlebt. Zumindest designtechnisch putzt NT alle anderen Shooter weg, was hauptsächlich der Verdienst vom äußerst talentierten Art Director Leri „pushBAK“ Greer ist, der übrigens bei Weta sein Geld verdient und einige der Raumschiffe und Waffen von District 9 gestaltete.
(Siehe auch mein Geschreibsel für Superlevel über Neotokyo.)

Bestes Flashspiel 2009: Canabalt
Simple Steuerung, großartige Atmosphäre, tolle Pixeloptik und süchtigmachendes Spielprinzig katapultierten Canabalt dieses Jahr an die Spitze aller Flashgames.

Bestes Päarchen 2009: Luis Lopez und Tony Prince aus „The Ballad of Gay Tony“
Jetzt mal die Schwulenwitze beiseite und Hand auf’s Herz: Die dicksten Kumpanen waren in diesem Spielejahr für mich Luis und Tony aus dem zweiten GTA IV Add-On.

Bestes „Na, da haben wir aber lange drauf gewartet!“ 2009: Tales of Monkey Island
Ich hätte nicht gedacht, dass jemals ein neues Monkey Island kommen würde. Noch weniger hatte ich erwartet, dass aus Tales of Monkey Island gar ein gutes Spiel werden würde. Telltales Fortsetzung von „Sam & Max“ empfand ich zu pfade und auch die ersten beiden Episoden der neuen Abenteuer von Guybrush erweckten in mir diesen Eindruck, doch dann drehten die Jungs so richtig schön auf und präsentierten einen mehr als würdigen Nachfolger. Gut gemacht!

Beste Lachnummer 2009: Duke Nukem Forever
12 Jahre warteten wir sehnsüchtig auf den Duke und dann ging nach unzähligen Enginewechseln 3D Realms schlichtweg das Geld aus. Wenn man sich die geleakten Videos und Screenshots ansieht, kann man sich des Eindruck nicht wehren, dass  aus DNF sogar ein richtig gutes und witziges Spiel hätte werden können. Mann, Broussard, wie konnte man das versauen? Oh ja, stimmt, du wusstest nicht, wie man zu Potte kommt.

Innovatie-Sonderpreis 2009: Let’s Tap
Pappkarton besorgen (Die alten Euroboxen aufzubewahren zahlt sich endlich aus!), Wiimote umdrehen, drauflegen und mit dem Fingerspitzen lostrommeln. Mit seiner tollen Präsentation, dem guten Soundtrack (siehe oben) und natürlich wegen seiner Fingertrommelsteuerung, darf es diesen Preis nachhause nehmen.

Das Spiel, welches 2009 jeder toll fand, aber mich kalt gelassen hat: Plants vs. Zombies
Tut mir leid, wertes PopCap, ich liebe Peggle, ich verehre es abgöttisch, aber bei PvZ wollte der Funke nicht überspringen. Mittlerweile habe ich doch zu viele Tower Defense-Spiele gesehen und selbst die ausgetüftelste Variante kann mich nicht mehr begeistern – aber keine Sorge: Im neuen Jahr gebe ich den zombiekillenden Monsterpflanzen eine neue Chance, okay?

(Foto von Alice Taylor und ihrer Space Invaders-Tastatur)

Stille Nacht

G.T.A. wünscht euch zwischen Tür und Angel frohe Weihnachten, viele Geschenke und, na ja, den üblichen Kram halt. Fallt nicht in die Glühweinschüssel, setzt nicht den Tannenbaum in Brand und passt auf, dass eure Xbox 360 keinen Red Ring of Death sich einfängt. Ich für meinen Teil muss mich jetzt wieder in den Festtagstrubel stürzen und werde mir zwischendurch im Koeri „Wurst statt Gans“ gönnen. Frohes Festigen!

Aerodynamisch


(YouTubeDirektChiptunes)

Je Deviens DJ spielt auf dem diesjährigen Blip Festival „Aerodynamic“ von Daft Punk. Der Herr war übrigens auch auf dem „Da Chip“-Sampler vertreten. ’nuff said.

[via]

Florian Hufsky ist tot

Mit so einer schlechten Nachricht wollte ich meine Bloggeraktivitäten eigentlich nicht wiederaufnehmen: Gerade eben habe ich im GEE-Forum erfahren, dass der österreichische Indiespiel-Entwickler Florian Hufsky sich gestern das Leben genommen hat. Hufsky sollte man hauptsächlich wegen dem grandiosen Super Mario War und den nun leider unfertig bleibenden Puit Wars kennen.

Merkwürdig, gerade schaue ich auf meinen Rucksack, auf dem sich etliche Buttons von ihm befinden, welche er mir mal geschickt hat. Wenn ihr auf G.T.A. oder auf anderen Accounts von mir Fotos mit Space Invaders-Buttons gesehen habt, jap, die waren von ihm.

Ich mochte Florians Arbeiten sehr und bin gerade dementsprechend geschockt über seinen Tod. Meine Gedanken und mein Beileid sind bei seiner Familie und Freunden. Ruhe in Frieden.

Wieso, Florian? Wieso?

Bonus Item: Bubble Blurst

Bonus Item

Eine etwas traurige Nachricht zu Beginn: Flashbang, eines meiner liebsten Indie-Entwicklungsstudios, das hier auch schon häufiger Erwähnung fand, haben bekannt gegeben, in Zukunft nicht mehr alle acht Wochen ein neues, schnell entwickeltes Prototyp-Spiel veröffentlichen zu wollen. Der Grund dafür, daß das Experiment „Blurst“ nach einem Jahr und vier veröffentlichten 8-Wochen-Spielen so nicht weiter geführt wird, sind die Zugriffszahlen, die seit dem Start des Portals stagnieren. So ganz verstehe ich allerdings noch nicht, in wie fern sich die stagnierenden Nutzerzahlen auf das Geschäftsmodell von Flashbang ausgewirkt haben sollen, denn Werbung konnte ich bisher dort noch keine erspähen. Es besteht allerdings seit einiger Zeit die Möglichkeit, die Entwickler finanziell direkt zu unterstützen. Man kann einzelne Titel für je 10 US-Dollar als Downloadversion erwerben oder ein Paket, bestehend aus vier Spielen für 20 $ – Darin enthalten ist auch „Off-Road Velociraptor Safari“, das im Augenblick weiterentwickelt und später wie ein reguläres Indie-Download-Spiel vertrieben werden wird.

Weiter geht es mit ein paar Freeware-Spielen: Den Anfang macht Continuity, eine Mischung aus Verschiebe-Puzzle und Plattformer. Programmiert wurde das Flash-Game von mehreren Studenten der Universität von Göteborg, deren Mitglieder mich schon während der Gamescom positiv mit einigen experimentellen Spielen mit selbst entwickelten Eingabegeräten überrascht haben. Die Navigation durch die 30 Level ist ganz einfach: Mittels der Pfeiltasten schiebt man die verschiedenen Puzzleteile so lange herum, bis zwei angrenzende Teilstücke des Levels zusammen passen, dann aktiviert man mit Hilfe der Leertaste den Jump’n'Run-Modus, bewegt sein kleines Strichmännchen von einem Puzzlestück zum nächsten, sammelt alle im Level verstreuten Schlüssel auf und enschwindet schließlich durch den rot gefärbten Ausgang in die nächste Welt, in der ein neues, schwierigeres Rätsel auf einen wartet. „Continuity“ sieht stylisch aus, hat Hintergrundmusik, die einem nicht sofort auf die Nerven fällt und kostet nichts – Was will man mehr?

Wenn „Continuity“ dafür sorgt, daß man sich schlau fühlt (laut Aussage von SpielerDrei), dann gibt einem Focus, das neueste Freeware-Download-Spiel für Windows-PCs von Jesse Venbrux, der die Welt in der Vergangenheit schon mit der brillianten Karoshi-Serie beglückt hat, das Gefühl, mit verbundenen Augen einen Faden auch durch die kleinste Öse einer Nähnadel fädeln zu können. Denn die wichtigste Voraussetzungen, um nicht schon nach den ersten Levels in einen Schreikrampf auszubrechen, sind ein hohes Maß an Geschicklichkeit und ein Gespür für das perfekte Timing. „Focus“ ist ein Single-Screen-Plattformer mit einem Hauptcharacter, der aussieht wie Kirby mit schlechter Laune, nachdem er in einen Bottich voller Bleichmittel gefallen ist. Daß das normale Laufen und Springen im Spiel nicht die normale Art der Fortbbewegung ist, wird einem sehr schnell auffallen, denn die meisten Plattformen lassen sich so überhaupt garnicht erst erreichen. Die meiste Zeit über hat die Spielfigur auch jede Bodenhaftung verloren, denn der unfreundliche Albino-Kirby besitzt eine Spezialfähigkeit, die es ihm erlaubt, innerhalb eines bestimmten Radius um seinen Körper den Ablauf der Zeit zu verlangsamen und sich zudem aus diesem Kreis heraus katapultieren zu lassen. Das ist auch dringend nötig, denn in der Welt von „Focus“ existieren mehr mit Lenkwaffen bestückte Raketenwerfer als in Irak und Afghanistan zusammen. Zu allem Übel reicht es nicht, diesen tödlichen Geschossen (sowie den daraus resultierenden Explosionen und herumfliegenden Trümmerteilen) einfach nur auszuweichen. Man muß, um das Tor in das nächste Level zu öffnen, diverse Schalter aktivieren und das geschieht nur, wenn in deren Nähe ein Projektil in die Luft fliegt, man agiert also quasi als lebende Zielscheibe. Dazu paßt auch die treibende Drum&Bass-Hintergrundmusik.

Eines der coolste FreeDonationware-PC-Spiel, das ich in jüngster Zeit gespielt habe, ist RunMan gewesen. Jeder Spiele-Entwickler, der diesen Titel gesehen und innerhalb der letzten zehn Jahre einmal an einem Sonic-Spiel mitgearbeitet hat, dürfte sich vollkommen zu Recht in Grund und Boden schämen. Obwohl das Spiel so aussieht als wäre es komplett in MS Paint entstanden, stecken in „RunMan“ viele komplexe Mechaniken: Es existieren verschiedene Oberflächen wie Wolken oder Eis, passive Gegner wie Feuerblöcke, Schneemänner, die einen mit Schneebällen bewerfen, lilafarbene Blobs, die den rennenden Stern durch ihre klebrige Konsistenz am Fortkommen hindern, sowie große Bosse, die einem blitzschnell hinterher jagen. Man kann sich allerdings auch einiges von Spiele-Inventar zunutze machen, zum Beispiel herumliegende Hängegleiter, diverse bunte Luftballons oder Portal-Eingänge, die einen fressen und an anderer Stelle wieder ausspucken. Jedes Level besitzt seine kleinen Besonderheiten, die man ausnutzen oder denen man ausweichen, die man vor allem jedoch kennen muß, um in all den verschiedenen Welten eine Medaille abzustauben. Während „Canabalt“ bestens dazu geeignet ist, sich für ein paar Minuten von Arbeit oder ähnlichem abzulenken, sollte man vor dem Spielen von „RunMan“ lieber schon einmal den Chef darüber in Kenntnis setzen, daß man ein paar Stunden früher Feierabend macht. (via)

Das wohl beste Flash-Spiel, um Jugendliche vor dem übermäßigen Konsum von Alkohol zu warnen, dürfte Envirobear 2000 das Spiel zur Studienfahrt auf den Koppelsberg Dead Drunk sein. Wie im wahren Leben, ist das einzige Ziel, heil nach Hause zu gelangen und, wie im wahren Leben, gestaltet sich dies nicht so ganz einfach, wenn man so stark alkoholisiert ist, daß sich längst all diejenigen Regionen des Hirns abgeschaltet haben, die nicht schon bei unseren Vorfahren, den Dinosauriern, vorhanden gewesen sind. Wie im wahren Leben, ist der Geist willig, zumindest wenn nicht zufällig eine weitere Flasche Alkohol in der Nähe ist (die, nicht ganz wie im wahren Leben, die Lebensenergie wieder auffüllt), doch das Fleisch ist schwach. So schwach, daß selbst das Bugsieren des Strichmännchens (nicht dem aus „Continuity“) in einen Aufzug zu einem lebensgefährlichen Wagnis wird. – Bloß nicht zu Hause nachmachen, liebe Kinder! (via)

Das kostenlose PC-Game Cosmic Invaders (direkter Download) ist zwar schon etwas älter, aber dennoch arschcool! – „Space Invaders“ als Tower Defence-Spiel, mit Laser-, Tesla- und Raketentürmen, die man reparieren, in mehreren Stufen und auf verschiedene Arten upgraden und bei Bedarf auch wieder verkaufen kann. Es tauchen zudem auch knackig schwere Boss-Gegner auf, die man im Arcade-Original nicht findet. (via)

Freezecam: House vs Zombies

Dr. House kämpft in Left 4 Dead schlechtgelaunt gegen die Zombiehorden.

„House of the Undead“ von Carolina „mishinsilo“ Moya
(Funfact:  Dr. House hat mit Klaus-Dieter Klebsch den gleichen Synchronsprecher wie Vietnamveteran Bill in der deutschen Version von L4D. Ich glaube, mishinsilo war diese Tatsache vorher nicht bekannt.)

[via]

Freezecam: Murray

Murray, mein allerliebster größenwahnsinniger Totenkopf, in der dritten Episode von „Tales of Monkey Island“. Juchhuu!

Superkrankheitsvertretung

Keine Sorge, G.T.A. lebt und fühlt sich prächtig, nur habe ich in den letzten Tagen einfach vergessen (!) hier etwas zu schreiben. Ich hau die Tage wieder was raus, versprochen.

In der Zwischenzeit bin ich bei Superlevel Fabus Krankheitsvertretung und strebe die Weltherrschaft an. Dankeschön, liebe Grippeviren!

Bonus Item: Do-Re-Mi

Bonus Item

Mi, nicht zu verwechseln mit „Monkey Island“, hält einen zwar nur etwa fünf bis fünfzehn Minuten bei der Stange und besonders viele Möglichkeiten der Interaktion stehen einem darin leider auch nicht zur Verfügung, doch trübt dies den Spaß am Spiel in keiner Weise. Im Gegenteil, die Schlichtheit gehört zum Konzept und steht „Mi“ ausgezeichnet. Die Eingabemöglichkeiten beschränken sich auf die beiden Mouse-Buttons und auf dem Screen bietet sich stets das gleiche Bild, bestehend aus schwarz-grauen Zahnrädern, weißen, an Zellen oder Kleinstlebewesen unter dem Mikroskop erinnernde Gebilde und ein heller Kreis. Die rotiertenden Räder, man ahnt es, zerstören beim Kontakt die kleinen Blasen, von denen ein Exemplar immer den weißen Zielkreis erreichen muß. Der Clou des Spiels ist, daß man die Bewegung der Zellen nur indirekt kontrollieren kann, indem man den linken Mouse-Knopf klickt und sie sich in zwei Hälften teilen, die mit erhöhter Geschwindigkeit in verschiedene Richtungen fliegen. Mit dem rechten Knopf setzt man, falls man sich in eine Sackgasse maneuvriert hat, das Level zurück. (via)

Screenshot – Mi

Da wir gerade bei One-Button-Games sind… Canabalt! Dieses Flash-Spiel dürfte zwar jede Person, die auch nur das geringste Interesse an Freeware- und Browser-Spielen hat, bereits kennen, falls es aber doch einen Menschen geben sollte, der oder die darum einen Bogen gemacht hat: Großer Fehler. „Canabalt“ ist chic, schnell und süchtig machend.Links sieht man eine kleine pixelige Person, die durch drücken der X-Taste von einem Hochhaus-Dach zum nächsten springt, und das immer schneller und schneller – Sofern sie nicht mit achtlos auf dem Boden liegen gelassenen Bürostühlen, Kisten oder vom Himmel fallenden Flugzeugturbinen zusammenstößt und Geschwindigkeit oder, im schlimmsten Fall, Leib und Leben verliert. Leider ist nicht nur das Prinzip des Spiels, sondern auch seine Ausstattung minimalistisch: Es gibt zu wenige und zu wenig herausfordernde Gebäudetypen. Ein weiterer Wermutstropfen ist das Verhalten von „Canabalt“, wenn man auf eine Kiste trifft. Dann verliert man an Geschwindigkeit, was in Ordnung ist; es fehlt jedoch die Konseqenz, da sich automatisch auch der Abstand zum nächsten Haus verringert, sodaß ein Fehlverhalten des Spielers oder der Spielerin in diesem Fall nicht bestraft wird. Dies ist doppelt traurig, denn das Spiel (wie auch die musikalische Begleitung dazu) schreit gerade zu nach Action und Speed. Innerhalb weniger Augenblicke ist sein Blick starr auf den rechten Bildschirmrand gerichtet, weil man sonst einfach keine Chance hätte, auf die heran rasenden Hindernisse zu reagieren. Im besten Fall beginnt man erst nach einer langen Minute oder zwei das Spiel nach einem Absturz von Neuem. (via)

Screenshot – Canabalt

Bei Hypnotic Discotheque Fascination, einem etwas älteren Flash-Spiel aus der Hand der von Mr. Bounce bekannten deutschen Entwickler „Pixelate“, spielen Minimalismus (obgleich die Steuerung mit zwei Tasten doppelt komplex ist), Geschwindigkeit und Musik ebenfalls eine tragende Rolle. Ähnlich wie bei Audiosurf (oder, wem dies kein Begriff ist, meinetwegen auch wie in „Guitar Hero“) erscheinen Symbole am oberen Bildschirmrand, die es mit Hilfe der Pfeiltasten einzusammeln gilt, bevor sie am unteren Ende wieder verschwinden. Währenddessen hört man einen einfachen Loop, der im Vergleich zum Geschehen auf dem Screen sogar relativ entspannt daher kommt, denn wendet man seinen Blick kurz vom Spiel ab, sind bereits genau so viele v-förmige Objekte ins Leere gerauscht, wie man in der gesamten Zeit davor bereits angehäuft hatte. Das gilt es zu verhindern, da einem jeder verlorene Punkt vom Konto wieder abgezogen wird und ab einer gewissen Punktzahl eine der vier Tonspuren des aktuellen Stückes/Levels dazu-, beziehungsweise abgeschaltet wird. Streß pur, aber dennoch großartig.

Screenshot – Hypnotic Discotheque Fascination

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